Schadprogramme: Forscher zeigen Bedrohungen auf Echtzeitkarte - DER SPIEGEL
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Schadsoftware Online-Weltkarte zeigt Netzbedrohungen in Echtzeit

So schön war Schadsoftware noch nie: Malware-Experten haben einen virtuellen Globus ins Netz gestellt, auf dem man in Echtzeit nachverfolgen kann, in welchen Ländern welche Schädlinge unterwegs sind. Die Optik erinnert an einen Filmklassiker.
Cyberthreat Real-Time Map: Bösartige Software, schön visualisiert
Cyberthreat Real-Time Map: Bösartige Software, schön visualisiert

Cyberthreat Real-Time Map: Bösartige Software, schön visualisiert

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Visualisierungen sind oft praktisch, um komplexe Themen anschaulich und verständlich darzustellen. Das gilt für die Abbildung aktueller Twitter-Aktivitäten  ebenso wie für die weltweiten Wind- oder Meeresströmungen . Jetzt haben sich die Virenexperten des russischen Sicherheitsunternehmens Kaspersky daran gemacht, die Aktivität gefährlicher Schadprogramme im Internet zu visualisieren.

Sie haben einen interaktiven Globus erstellt, auf dem in Echtzeit Malware-Bedrohungen angezeigt werden. Auf der sogenannten Cyberthreat Real-Time Map  kann der Betrachter aktiv nach Ländern suchen, mit dem Scrollrad der Maus in das Bild hinein- oder herauszoomen. Darunter wird ständig eine Anzeige aktualisiert, in der die Anzahl und Art der aktuell grassierenden Bedrohungen erscheinen.

Außerdem wird der aktuelle Rang jedes Staates auf einer von Kaspersky berechneten Liste "meistinfizierter Länder" angezeigt. Für Deutschland war das am Donnerstagvormittag mal Platz 8, mal Platz 10. Den ersten Platz nahm Russland ein, gefolgt von Vietnam und den Vereinigten Staaten. Die Rangfolge kann sich entsprechend der jeweiligen Tageszeit aber verschieben.

Die unterschiedlichen Arten der Schadprogramme und ihrer Bedrohungen werden mit verschiedenen Farben signalisiert, die anmutig über die 3D-Kugel der Erde flitzen.

Dass der aufwendige Webauftritt nicht aus reiner Menschenfreude entstanden ist, sondern letztlich der Werbung für Kasperskys Software dient, wird bei einem Klick auf den Button "Am I infected?" (Bin ich infiziert?) klar. Der führt zu einer Download-Seite, von der man sich einen kostenlosen Virenscanner herunterladen kann, der seinerseits ein Werbeträger ist. Findet er potentiell gefährliche Software auf einem PC, empfiehlt er selbstredend den Kauf einer Schutz-Software aus eigenem Hause.

Diesem kommerziellen Aspekt zum Trotz veranschaulicht die virtuelle Weltkarte das Ausmaß der Bedrohungen im Internet auf ausgesprochen schöne Weise. Und in einer Optik, die wohl nicht nur "Cnet " an den Kultfilm "War Games " aus den Achtzigern erinnert.

meu

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