Schnell und schmerzlos Scheidung im Netz
London - Paul Wilmott, 40-jähriger Finanzberater aus London, hat sich als erster Brite online scheiden lassen. "Ich kann noch gar nicht glauben, wie einfach es war", sagte er am Samstag in der "Daily Mail".
"Ich wollte eine schnelle, billige Scheidung, aber die Honorare, die die Anwälte fordern, sind ja lächerlich." Er sei dann aber bald auf ein gestoßen. Dort habe er nur 180 Mark bezahlt, während die Anwälte über 1600 Mark verlangt hätten. Zusammen mit den amtlichen Bearbeitungsgebühren seien für die Trennung nur 610 Mark angefallen.
Mark Keenan, der Gründer des Internet-Scheidungs-Service, sagte: "Die meisten Leute wollen sich so schmerzlos, schnell und billig wie möglich scheiden lassen. Dank unseres Systems können sie das tun, ohne aus dem Sessel aufzustehen."
Ian Coules, Spezialist für Scheidungsrecht in Bristol, sagte dagegen: "Eine Scheidung ist ganz bestimmt keine Sache, die man am Computer abhandeln sollte. Die Scheidung selbst ist oft noch das kleinste Problem - etwa, wenn es um das Sorgerecht für die Kinder geht."