Virtuelle Währung Android-Schwäche gefährdet Bitcoin-Nutzer
Bitcoin. Android-Apps potenziell anfällig für Diebstahl
Foto: AP/dpaAlle Bitcoin-Geldbörsen, die bisher mit Android-Apps erzeugt wurden, sind potenziell anfällig für Diebstahl, heißt es auf der Website des Bitcoin Projects . Verantwortlich dafür sei eine Schwäche des Android-Zufallszahlengenerators. Namentlich erwähnt die Warnung zum Beispiel die Apps "Bitcoin Wallet" und "BitcoinSpinner". Nutzer der Apps von Coinbase oder Mt Gox, bei denen der Schlüssel nicht vom Android-Gerät generiert wird, müssten sich dagegen keine Sorgen machen.
Auf die Sicherheitslücke hatten laut "Heise Online" mehrere Forenbeiträge hingedeutet. Bitcoin-Nutzern sei aufgefallen, dass Android-Apps mitunter die gleiche Zufallszahl zum Signieren mehrerer Transaktionen genutzt hatten. Das Problem dabei: Die Informationen zu den Transaktionen landen beim Bitcoin-System öffentlich einsehbar in der sogenannten Blockchain. Cyberkriminellen soll sich so die Chance bieten, den privaten Schlüssel des Geldbörsen-Besitzers zu errechnen - mit dem sie anschließend selbst Transaktionen signieren können.
Empfehlung: neue Adresse anlegen
Nutzern betroffener Apps rät das Bitcoin-Project , eine neue Bitcoin-Adresse mit sicherem Schlüssel anzulegen. Das gesamte Bitcoin-Vermögen müsse dann an sich selbst geschickt werden. Wichtig sei außerdem, die eigene Android-App zu updaten: Für einige der betroffenen Programme sind bereits Updates erschienen.
Wer mehr über die Sicherheitslücke erfahren will, dem empfiehlt sich ein aktueller "The Register"-Artikel über Jean-Pierre Rupp. Rupp kam dem Problem auf die Spur, als er einen vermeintlichen Hack auf dem Android-Smartphone eines Freunds untersuchte.