Sergey Brin: Easter Egg im Lebenslauf des Google-Gründers - DER SPIEGEL
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Sergey Brin Historische Homepage verrät geheime Wünsche des Google-Gründers

Als Google-Mitgründer Sergey Brin seine Studenten-Homepage zuletzt pflegte, träumte er noch von Reichtum und einem süßen Leben. Jetzt wurde sein alter Online-Lebenslauf wiederentdeckt. Und mit ihm eine geheime Botschaft an potentielle Arbeitgeber.
Brins alte Homepage: Animierte Gifs und kleine Späße
Brins alte Homepage: Animierte Gifs und kleine Späße

Brins alte Homepage: Animierte Gifs und kleine Späße

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"Ich bin zur Zeit bei Google". Diese Worte gehören vermutlich zu einem der letzten Einträge, die Sergey Brin 1996 auf seiner Homepage an der Stanford University  vorgenommen hat. Danach, so lässt sich vermuten, war er zu sehr mit dem Aufbau des heute weltbekannten Internetkonzerns beschäftigt.

Dass die Nachricht von der Wiederentdeckung der alten Seite am Wochenende im Web hochkochte, liegt an einer Entdeckung der Technik-Nachrichtenseite "Hacker News ": In seinem Online-Lebenslauf  hat der heutige Multimilliardär damals eine verborgene Nachricht versteckt, ein sogenanntes Easter Egg, das man nur aufspürt, wenn man gezielt sucht.

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Wie die Zeit vergeht mit...: Google

Foto: AP

Während er vordergründig ganz seriös seinen studentischen Werdegang schildert, seine Veröffentlichungen auflistet und Forschungsprojekte erklärt, an denen er beteiligt ist, findet man seine geheime Nachricht nur, wenn man sich den im HTML-Quellcode der Seite durchliest (In Firefox über den Befehl Web-Entwickler/Seitenquelltext anzeigen). Unter der der Überschrift "Ziele" ist dort zu lesen: "Ein großes Büro, gute Bezahlung und sehr wenig Arbeit. Regelmäßige Reisen in exotische Länder wären ein Plus."

Dass er heute wenig arbeitet, ist kaum anzunehmen, seine übrigen Ziele dürfte er dagegen erreicht haben. Sowohl ein großes Büro als auch ein exorbitant üppiges Einkommen darf man bei ihm voraussetzen. Laut Forbes steht er mit einem Vermögen von 31,8 Milliarden Dollar auf Platz 19 der reichsten Menschen der Welt. Für Reisen in exotische Länder steht ihm eine Google-eigene Flugzeugflotte zur Verfügung, zu der mehrere Boeing-Jets gehören, die auf einem Flughafen nahe der Google-Zentrale bereitstehen.

Relikt aus einer anderen Zeit: Pixeliges Bild und 8-Bit-Icons

Abgesehen davon, was aus dem Studenten von damals geworden ist, hat seine alte Homepage fast schon historischen Charakter und zeigt, was damals im Web en vogue war. Sei pixeliges Porträtbild verzierte Brin mit einer Gif-Animation, zum Aufpeppen der textlastigen Seite verteilte er ein paar 8-Bit-Icons.

Und auch ein Blick auf die Inhalte lohnt sich. Zum Beispiel der Verweis auf eine Arbeit mit dem Titel "Anatomie einer sehr großen Hypertext-Web-Suchmaschine", die er gemeinsam mit Lawrence Page veröffentlichte und die einer der Google-Grundpfeiler gewesen sein dürfte. Oder sein Hinweis auf einen LaTex-zu-HTML-Konverter, den er geschrieben hat, um seine in der Textsatzsprache LaTex geschriebenen Veröffentlichungen in ein internetkonformes Format umzuwandeln.

Einen Blick ist auch die Seite wert, auf der Brin den Kurs "CS 349: Data Mining, Search, and the World Wide Web" beschreibt, den er damals gemeinsam mit Larry Page an der Stanford-Uni gehalten hat. Allein eine Zahl daraus zeigt, wie sich das Internet seit jener Zeit verändert hat: Laut Kursbeschreibung bestand das World Wide Web seinerzeit aus rund 25 Millionen Webseiten. Aktuellen Zahlen des Projekts Worldwidewebsize  zufolge sind es heute bereits mehr als zwei Milliarden.