Sexueller Missbrauch: MySpace wird verklagt - DER SPIEGEL
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Sexueller Missbrauch MySpace wird verklagt

Immer wieder geriet die Community-Seite MySpace im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen, weil erwachsene Männer sie für Kontakte zu Minderjährigen missbraucht hatten. Vier Familien, deren Töchter infolge solcher Kontakte sexuell missbraucht wurden, klagen nun.
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Die Familien aus New York, Texas, Pennsylvania und South Carolina werfen dem MySpace-Betreiber News Corp. Verletzung der Sorgfaltspflicht, Skrupellosigkeit, Betrug und fahrlässige Fehldarstellungen vor.

MySpace habe zu lange gewartet, um Maßnahmen zu ergreifen, die die Sicherheit für minderjährige User erhöhen, sagte Jason A. Itkin, einer der Anwälte der Familien. Die Kläger fordern nun Schadensersatz in Millionenhöhe. Erst gestern hatte MySpace neue Maßnahmen zu diesem Zweck verkündet.

Eltern, Schulbehörden und Polizei haben in jüngster Zeit verstärkt vor sexueller Belästigung auf Seiten wie MySpace gewarnt, wo jugendliche Besucher eingeladen werden, durch Messaging-Tools und mit persönlichen Profilseiten ihren Freundeskreis zu erweitern.

MySpace reagierte darauf, indem das Unternehmen ankündigte, sich um Aufklärung zu bemühen und mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Möglichkeiten für Erwachsene, junge Nutzer des Angebots zu kontaktieren, wurden eingeschränkt. Zudem kündigten die Betreiber eine technische Lösung an, die Eltern ermöglichen soll, Einblick in das Online-Profil ihrer Kinder einschließlich des angegebenen Alters zu nehmen. Dieses Werkzeug wird für den Sommer erwartet.

MySpace kündigte an, man wolle die Führerschaft auf dem Gebiet der Internet-Sicherheit übernehmen. "Wir ergreifen aktiv Maßnahmen zum Schutz unserer Mitglieder", kündigte MySpace-Sicherheitschef Hemanshu Nigam an. Ein Teil der Verantwortung liege aber auch bei den Usern selbst, sagte er.

gro/AP

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