Skispiele Heiß auf Schnee
Ein gleichmäßiger Anlauf und ein kraftvoller Absprung sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen gelungenen Skisprung. Übersetzt in die PC-Simulation "Skispringen 2005" bedeutet das eine ruhige Mausführung und ein gefühlvoller Linksklick vor dem Schanzentisch. Mit einiger Übung kann man sich so rechtzeitig vor der Vierschanzen-Tournee zum Jahreswechsel in Form bringen.
Dazu bietet das bei RTL Enterprises erschienene Computerspiel ein Tutorial und einen Übungsmodus an. Nach und nach werden höhere Weiten erzielt, und der Skispringer landet nicht mehr mit einem peinlichen Purzelbaum, sondern erhält perfekte Haltungsnoten. Die Entwickler von 49games haben sich viel Mühe gegeben, um alle Wettkampfbedingungen in das Spiel zu integrieren. Das fängt an beim gezielten Wachsen für unterschiedliche Arten von Schnee und reicht über die Beobachtung der Windverhältnisse und die Kontrolle der Spurlage beim Anlauf bis zur Fluglage und der Landung.
Danach werden Sprungweite und Haltungsnoten der Sprungrichter angezeigt, aus denen sich die Gesamtpunktzahl für die Tabellenwertung ergibt. Um zur Vierschanzen-Tournee zugelassen zu werden, muss man sich erst einmal qualifizieren, indem man sich unter die ersten 50 von 72 Springern platziert.
"Oh, das tut ja schon beim Zuschauen weh", klagt der Kommentator in Erwartung einer schmerzhaften Landung nach einem missglückten Absprung. Für eine lebendige Wettkampfatmosphäre sorgt auch die Grafik des Spiels, zumal wenn bei einer ausreichend guten Technik alle Details der Umgebung dargestellt werden können. Damit es nicht langweilig wird, kann man an 39 verschiedenen Schanzen versuchen, den Rekord zu überbieten. Garmisch, Bischofshofen, Oberstdorf und Innsbruck sind ebenso liebevoll wiedergegeben wie die Anlagen in Japan oder Finnland. In einigen Orten wie Lahti kann man unter besonders reizvollem Flutlicht auch nachts springen.
Rennen einmal anders
Wer es rasanter mag, sollte es mit "Ski Alpin 2005" versuchen, das ebenfalls bei RTL erschienen ist. Hier stehen Abfahrts-, Slalom-, Riesenslalom- und Super-G-Strecken in zwölf Wintersportzentren zur Verfügung. Wie beim Skispringen gibt es auch hier einen Karrieremodus, in den die Kosten und Gewinne der Profi-Laufbahn einfließen.
In eine neue Saison geht auch der Biathlon-Sport am PC. Das bei Ubisoft und Geronimo Games erschienene "Biathlon 2005" wartet mit einer erneuerten 3D-Grafik und aufwendig gestalteten Szenerien auf. Wenn es draußen schmuddelig ist, kann man hier im warmen Zimmer durch zauberhaft verschneite Wälder gleiten. Das Rennen wird über die Tastatur bedient, geschossen wird mit der Maus. Nicht nur der eigene Athlet wird hier mit unterschiedlichen Fähigkeiten in Kategorien wie Kraft, Kondition, Herzfrequenz oder Coolness ausgestattet. Auch die Computergegner sind unberechenbar und haben während des Rennverlaufs ihre eigenen Höhen und Tiefen.
Alle drei Wintersportsimulationen für den Windows-PC (ab 98) kosten jeweils rund 30 Euro. Bei Skispringen 2005 und Ski Alpin 2005 genügen eine Grafikkarte mit 32 MB RAM und ein 800-MHz-Prozessor, bei Biathlon 2005 sind eine Grafikkarte mit mindestens 64 MB RAM und ein Prozessor mit 1,2 Gigahertz erforderlich. Auf der Festplatte werden 480 MB (Ski Alpin), 550 MB (Skispringen) oder 800 MB (Biathlon) benötigt.
Peter Zschunke, AP