Smartphone-Diagnostik, Instant Articles und Restaurantbewertungen - DER SPIEGEL
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Smartphone-Diagnostik Liebe Leserin, lieber Leser,

Mit zusätzlichen Apps und Sensoren könnten iPhones viele Körperdaten messen, ihre Nutzer vor Krankheiten warnen - und noch mehr Geld einbringen. Lesen Sie das und mehr im Netzwelt-Newsletter.
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iPhone mit Health-App

iPhone mit Health-App

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Das iPhone X wird seit ein paar Tagen ausgeliefert. Viel wird über dessen OLED-Display, die drahtlose Lademöglichkeit und die Dual-Kamera geschrieben - revolutionär ist kaum etwas davon. Dabei könnte die Sensorik des 1149-Euro-Monolithen den wertvollsten Konzern der Welt mehr und mehr in einen Markt eindringen lassen, der allein in Deutschland 350 Milliarden Euro jährlich schwer ist: das Gesundheitswesen.

Dazu passt eine Patentanmeldung von Apple , der vor einigen Wochen in den USA stattgegeben wurde. Das iPhone wird darin als Gesundheitssensor beschrieben, der Körperdaten wie unter anderem den Blutdruck, das EKG, die Durchblutung, die Sauerstoffsättigung oder die Messung von Volumenschwankungen in einem Körperteil - Plethysmografie genannt - umfasst.

Längst gibt es einen Anbieter für digitale Patientenakten, der die iPhone-X-Gesichtserkennung Face ID nutzt. Schon einige Jahre verwenden Firmen erfolgreich Smartphone-Kameras, um etwa Vorhofflimmern (ein Risikofaktor für Schlaganfälle) zu erkennen, darunter auch eine deutsche Firma aus Jena . Ein EKG für iPhone oder Apple Watch gibt es seit Jahren .

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Apple-Smartphone: Das kann das iPhone X

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Womit sich aktuell noch alle Unternehmen - auch Apple - offenbar schwertun, ist die Messung des Blutdrucks. Könnte das ein Smartphone oder eine Smartwatch zuverlässig, würde dies einer kleinen Gesundheitsrevolution gleichkommen. Die Zahlen der Hochdruck-Diagnostizierten würden zwar in die Höhe schnellen, doch einmal erkannt, könnte man vielen Menschen schnell helfen. Bisher nur angekündigt, aber nicht auf den Markt gebracht, experimentiert etwa die japanische Firma Omron  unter dem Projektnamen "Generation Zero" an einem Smartwatch-Blutdruckmesser herum. Eines steht fest: Wer auf diesem Gebiet früh führend ist, wird viel Geld verdienen.

Facebooks Versuch, mit Journalismus Geld zu verdienen

Foto: © Dado Ruvic / Reuters/ REUTERS

Facebook will es Verlagen zukünftig einfacher machen, sogenannte "Instant Articles", das sind journalistische Texte, auf dem sozialen Netzwerk anzubieten. Bei dem von Facebook präferierten Modell sollen Nutzer monatlich zehn Artikel umsonst lesen können. Danach würden Leser zur Website des Verlags umgeleitet, und aufgefordert, ein Abonnement abzuschließen. Einzelkäufe sind nicht vorgesehen.

Ob das allerdings erfolgreich wird, darf bezweifelt werden. Zwar findet laut einer aktuellen Umfrage von IfD Allensbach  weit mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, Journalismus sollte vor allem von den Lesern finanziert werden. Doch nur ein Viertel derer, die sich im Internet über Politik informieren, sind laut der Umfrage auch bereit, für journalistische Onlineangebote Geld auszugeben oder tut dies bereits. Zwei Drittel der Befragten lehnen das grundsätzlich ab.

Weniger Restaurantbewertungen wegen finanzieller Anreize

Foto: KHAM/ REUTERS

Es gibt Restaurants, die Gästen weniger berechnen, wenn diese auf einer Onlineplattform wie Yelp eine positive Bewertung über ihren Besuch schreiben. Doch Wissenschaftler haben nun in einer Forschungsarbeit gezeigt, dass derlei Anreize kontraproduktiv sein können .

Zur Überraschung der Forscher ging die Zahl der Bewertungen zurück, wenn man Usern dafür 25 Cent gutschrieb. Vor allem Menschen, die viele Onlinekontakte haben und sehr aktiv im Netz agieren, hielten sich zurück, wenn es Geld gab. Sie fürchteten offenbar negative Reaktionen ihrer Online-Bekannten. Weil diese Nutzergruppe aber zuvor für einen Großteil der Bewertungen verantwortlich war, ging die Zahl der Rezensionen überdurchschnittlich zurück. Menschen mit wenigen Onlinekontakten bewerteten bezahlt etwas mehr als zuvor, ließen sich also durchaus von der Bonsai-Prämie locken.

Seltsame Digitalwelt: Per iPhone wird der Mietwagen meiner
von Matthias Kremp

Foto: Christian O. Bruch/ laif

Gerade habe ich mir ein langes Wochenende gegönnt, um eine Freundin in Schottland zu besuchen. Den Weg vom Flughafen in ihren Wohnort habe ich mir von einer Navigations-App auf meinem iPhone zeigen lassen, das ich auf dem Hinweg einfach in den Getränkehalter des Autos stellte.

Weil der Akku des Handys nach dieser Strecke fast vollkommen leer war, steckte ich für den Rückweg das Ladekabel des iPhones in die USB-Buchse des Kleinwagens. Sofort leuchtete der Bildschirm des Wagens auf, zeigte plötzlich eine Benutzeroberfläche wie ein iPhone. Erst da merkte ich, dass in dem Auto Carplay installiert war. Gehört und gelesen hatte ich davon schon oft, ausprobiert hatte ich es bis dahin noch nie, mein eigenes Auto ist viel zu alt für sowas.

Foto: Matthias Kremp

Aber jetzt bin ich angefixt. Mit Carplay fühlte sich der fremde Wagen plötzlich an, als wäre er meiner: Er spielte meine Musik, konnte meine Freunde anrufen und zeigte meine Navi-App auf seinem großen Display an. Tolle Sache, eigentlich. Ob das in meinem nächsten Auto drin sein wird, ist trotzdem fraglich. Zu hoch sind die Aufpreise für Apples Technik bei den PKW-Herstellern.

App der Woche: "Files Go"
getestet von Sebastian Meineck

Foto: Google

Mit "Files Go" können Android-Nutzer auch ohne Verbindung zum Internet miteinander Dateien tauschen. Sowohl der Sender als auch der Empfänger müssen dazu die App installieren, die dann einen lokalen WLAN-Hotspot einrichtet über den die Geräte miteinander verbunden werden. Der Dateiversand funktionierte bei unserem Test schnell und reibungslos, er erinnert an die Air-Drop-Funktion von Apples iOS.

"Files Go" bietet außerdem eine Übersicht, wie viel freien Speicherplatz das eigene Gerät noch bietet und wie man seine Ordner entrümpeln kann. Per Fingertipp lassen sich Cache-Speicher und Foto-Datenbanken leeren. Die von Google entwickelte App ist aktuell im Beta-Status, könnte also ab und zu noch instabil sein.

Gratis von Google, ohne In-App-Käufe: Android 

Fremdlinks: Drei Tipps aus anderen Medien

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche,

Ihr Martin U. Müller

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