Suchwahn Jacksons Brust wird zur Klickgranate
Auch wenn sich Moralisten empören und die Beteiligten dafür entschuldigen, PR-technisch war die Brustenthüllung der Sängerin Janet Jackson ein voller Erfolg. In der Geschichte des Internets wurde kein anderes Ereignis so oft in Suchmaschinen nachgefragt, wie der Zwischenfall beim Superbowl-Finale.
Nach Angaben der Suchmaschinen-Betreiber Terra Lycos und Yahoo hat die Enthüllung innerhalb von 24 Stunden mehr Anfragen nach sich gezogen als die Anschläge vom 11. September 2001 oder der Kuss zwischen Madonna und Britney Spears. Fast 20 Prozent aller Anfragen überhaupt bei Yahoo hätten die Brust der US-Sängerin zum Thema, teilte der Betreiber mit. Lycos registrierte eine auffällige Häufung der Suchbegriffe "Janet Jackson", "Superbowl" und "Brust".
Der US-Sänger Justin Timberlake hatte am Sonntag während eines Duetts mit Jackson ein Stück ihres Oberteils abgerissen. Timberlake sprach später von einer "Fehlfunktion der Kleidung". Die beteiligten Fernsehsender haben beteuert, nicht im Voraus von der Aktion gewusst zu haben.