Cyber-Attacke Südkorea meldet Hackerangriff auf Regierungsseiten
Koreanische Behörde für Internetsicherheit in Seoul: Alarmstufe zwei
Foto: AP/dpaSeoul - Der Cyber-Angriff auf die Regierung Südkoreas erfolgte am Jahrestag des Beginns des Koreakriegs. Mehrere amtliche Webseiten seien gehackt worden, darunter die des Präsidialamtes in Seoul, teilte das Wissenschaftsministerium in der südkoreanischen Hauptstadt am Dienstag mit.
Die Regierung rief die Alarmstufe zwei auf der fünf Stufen umfassenden Skala aus. Sie bestätigte einen "Cyber-Angriff unbekannter Hacker".
Im März hatte es bereits einen Hackerangriff auf Banken und TV-Sender in Südkorea gegeben. In den Büros der führenden Fernsehender fielen die Bildschirme aus. Auf manchen Screens erschienen Totenköpfe.
Fast reflexhaft fiel in Südkorea zunächst der Verdacht auf Nordkorea. Das kommunistische Nachbarland rüstet sich nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes schon seit Jahren für einen Cyber-Krieg - auch wenn das Regime den eigenen Bürgern den Internetzugang verwehrt.
Die Regierung in Seoul macht Pjöngjang nicht nur für Angriffe in den Jahren 2011 und 2012 verantwortlich. Auch eine massive tagelange Hacker-Attacke auf Dutzende Regierungswebsites in den USA und Südkorea im Jahr 2009 ging nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums von Nordkorea aus.