Surftipps Zimmermädchen, das ist 'ne windige Idee!
Eine Meile Internet
An windigen Geschäftsideen hat es im Internet noch nie gemangelt, hier kommt die nächste. Unter dem Titel "The Mile Wall" soll nun die längste Webseite entstehen. Eine Meile, also rund 1,6 Kilometer weit soll sich diese Homepage in der Horizontalen erstrecken. Mal abgesehen davon, dass es schwer sein dürfte, diese Länge eindeutig festzulegen (Bildschirmpixel sind, je nach Auflösung und Bildschirmgröße, unterschiedlich breit), erhofft sich der Macher der Seite, Travis Smith, offenbar erhebliche Profite. Denn den Content für die Seite sollen die Anwender liefern - und dafür bezahlen. Wer sich mit seinem virtuellen Grafitto auf der Milewall verewigen möchte, wird mit einem Dollar pro Quadratzoll zur Kasse gebeten. Bei einer Länge von 63.360 Zoll pro Meile, keine schlechtes Geschäft - wenn denn tatsächlich mehr als eine Hand voll Leute bereit sind, für dieses zweifelhafte Privileg zu zahlen.
French Maid TV
Während alle Welt davon spricht, wie Google und Yahoo unsere Video- und TV-Landschaft verändern werden, machen andere Leute längst Nägel mit Köpfen und zeigen , wie man Wissen sinnvoll vermittelt.
Die Roboter kommen
Roboter sind in. Schließlich kann man diesen Automaten Aufgaben aufhalsen, die man sich selbst gern vom Leibe halten würde. Als Erstes fällt einem da natürlich die Erkundung ferner, lebensfeindlicher Planeten ein. Zu diesem Zweck wird bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa heftig an den Nachfolgern von Sojourner & Co. getüftelt. Wesentlich weniger aufregend, dafür umso praktischer soll dagegen das e-Dispute-System sein. Mit seiner Hilfe sollen Streitigkeiten künftig online vor einem Robot-Richter, ausgetragen werden, berichtet "The Register" . Die Handelskammer der Emilia Romagna sowie der ein Europäisches Schiedsgericht testen das System bereits. Wesentlich volksnäher und einige Millionen Dollar billiger sind freilich die Selbstbau-Blechkameraden, die Klötzchen-Hersteller LEGO auf der CES vorgestellt hat. Mit dem LEGO Mindstorms NXT genannten Bausatz sollen sogar Zehnjährige in der Lage sein, sich einen Roboter nach ihrem Geschmack zusammenzustellen.
Die zehn schönsten Experimente
Für die meisten Schüler sind die Experimente das Beste am Physik-Unterricht - für die meisten Physik-Lehrer auch. Robert P. Crease, Philosoph an der State University of New York befragte daher Physiker, welches denn nach ihrer Meinung die zehn schönsten Physik-Experimente aller Zeiten seien. Hübsch aufbereitet mit kurzen Erklärungen, Bildern und Filmen können die Favoriten der Physik-Profis jetzt online begutachtet werden.
Windows Vista klingt gut
Wer glaubt, ein neues Betriebssystem zu erfinden wäre ausschließlich Sache von Programmierern, wurde in den letzten Tagen eines besseren belehrt. Genauso wie Auto-Hersteller ihre Sportwagen von Sound-Designern auf knackige Akustik optimieren lassen, investieren Software-Produzenten viel Zeit und Geld in ihre System-Töne. Ein schlichtes "Ping" genügt schon lange nicht mehr. Microsoft greift für den Soundtrack zum Windows-XP-Nachfolger Vista ganz tief in die Jukebox. Kein Geringerer als Robert Fripp, einstmals Gitarrist der Kapelle "King Crimson", wurde angeheuert, einen Klangteppich für das neue Windows einzuspielen. Wie er das getan hat, kann man jetzt auf einem Video bewundern, dass auf der Entwickler-Website Channel 9 präsentiert wird. Zumindest eines ist danach klar: Wenn Vista einmal Zicken macht, kann man sich wenigstens auf entspannte Warntöne freuen.
Happy Birthday, Albert und Syd
Schon merkwürdig, wie manche Dinge zusammenzuhängen scheinen. Wie der "Independend" berichtet , hatte Ex-Pink Floyd Frontmann Syd Barrett am Samstag seinen 60. Jahrestag. Barrett war Anfang bis Mitte der sechziger Jahre der musikalische Kopf jener Band, die später mit Alben wie "Dark Side of the Moon" und "The Wall" Rock-Geschichte schrieb. Zum Zeitpunkt dieser Erfolge war Barrett freilich längst von seinen Mit-Musikern aus der Band geworfen worden. Zu oft war er nach exzessivem Drogenkonsum nicht zu Auftritten erschienen oder hatte vollkommen regungslos auf der Bühne gestanden. Sein Verfall inspirierte die übrigen Bandmitglieder später zu Klassikern wie "Shine on you crazy Diamond" und "Wish you were here".
Am Mittwoch dieser Woche wiederum wird der rüstige Chemiker Albert Hofmann 100 Jahre alt. Hofmann entdeckte vor rund 60 Jahren die Wirkung des Halluzinogens Lysergsäurediethylamid, kurz LSD. Eben dieses LSD war es, dem nicht nur die Beatles einen Song widmeten ("Lucy in the Sky with Diamonds"), sondern dem Syd Barrett damals offenbar zu sehr zusprach. In der "New York Times" kann man nachlesen , wie der Entdecker seinen Traum-Stoff gefunden hat, den er als "Medizin für die Seele" bezeichnet.