Teilrückzug Facebook knickt wegen Protestwelle ein
Die Gegner des so genannten Beacon-Programms von Facebook können einen Teilerfolg verzeichnen: Zwar gibt der Social-Network-Betreiber die Überwachung seiner Nutzer nicht grundsätzlich auf, will deren Surf- und Kaufverhalten aber nur noch werblich vermarkten, wenn sich die Beobachteten vorher dazu bereit erklären.
Damit stellt Facebook von einer so genannten Opt-out auf eine Opt-in-Lösung um. Bisher gab es nur die Möglichkeit, Facebook die Datenweitergabe mit Hilfe einer - gut verborgenen - Verweigerungs-Funktion zu untersagen. Jetzt sollen die Nutzer vor der Datenweitergabe explizit gefragt werden.
Beacon soll unter anderem das Kaufverhalten von Facebook-Nutzern beobachten und gegenüber anderen Facebook-Nutzern und dafür zahlenden Kooperationspartnern offengelegt werden. Facebook sieht darin eine Art Empfehlungs-System nach dem Vorbild der - dort allerdings anonymisierten - Produktempfehlungen von Amazon. Die Bürgerrechtler von MoveOn.org sehen das anders und riefen zu einer Protestwelle auf, die mit mehr als 50.000 Facebook-Nutzern ein Gewicht erhielt, dass das Unternehmen offenbar nicht ignorieren konnte.
pat