Monatliche Datenpakete Telekom will Glasfaseranschlüsse drosseln
Glasfaserkabel: Im Herbst will die Telekom schnellere Internetzugänge bieten
Foto: Julian Stratenschulte/ dpaIm Herbst soll zumindest in einigen deutschen Städten und Stadtvierteln eine neue Highspeed-Ära beginnen: Dann sollen neue Glasfaseranschlüsse der Telekom den Anwendern bislang ungeahnte Geschwindigkeiten bei der Internetnutzung ermöglichen. Das wird vor allem Nutzer von Cloud-basierten Diensten freuen, die ständig größere Datenmengen umschaufeln müssen. Fürs Herunterladen stehen dann bis zu 200 Megabit pro Sekunde zur Verfügung, beim Upload sind bis zu 100 Megabit pro Sekunde drin.
Allerdings nicht immer. Ein Blick in die zuletzt Mitte März 2012 aktualisierten AGB der Telekom für den Tarif "Call & Surf IP" (PDF) offenbart Geschwindigkeitsbegrenzungen für Anschlussnutzer, die bestimmte Datenvolumina überschritten haben, berichtet "Heise" . Die monatlichen Transferlimits gelten für Down- und Uploads gleichermaßen:
- Beim Tarif Fiber 100 wird nach einem Verbrauch von 300 Gigabyte im Monat die Übertragungsgeschwindigkeit für den Rest des laufenden Monats auf 384 Kilobit pro Sekunde gedrosselt, für den Down- und Upload.
- Die gleiche Begrenzung wird für Nutzer der Variante Fiber 200 fällig, wenn ihr Übertragungsvolumen 400 Gigabyte im Monat überschreitet.
384 Kilobit pro Sekunde - das ist ein Bruchteil der eigentlich vertraglich zugesicherten Bandbreite. Was das in der Praxis bedeutet, macht "Heise" deutlich: Allein wer allnächtlich ein Backup seiner Systeme mit einem Volumen von zehn Gigabyte durchführe, erreiche die vorgegebene Monatsgrenze bereits. Beim Tarif Fiber 100 mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde brauche das Backup zwar nur eine Viertelstunde durch die Leitung. Bei Vollast erreiche der Kunde das Datenlimit jedoch schon nach siebeneinhalb Stunden, ab der dann die Drosselung fällig werde .