Telekom-Hacker von Deutschland nach Großbritannien ausgeliefert - DER SPIEGEL
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Nach Urteil in Köln Telekom-Hacker nach Großbritannien ausgeliefert

Ein 29-Jähriger hat durch weltweite Router-Attacken bei der Deutschen Telekom einen Millionenschaden verursacht. Nach einem Urteil in Köln droht dem Hacker nun in Großbritannien weiteres Ungemach.
Der 29-Jährige während der Verhandlung
Der 29-Jährige während der Verhandlung

Der 29-Jährige während der Verhandlung

Foto: Marius Becker/ dpa
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Das Landgericht Köln hat den Hacker kürzlich wegen eines Cyberangriffs mit möglichem Millionenschaden für die Telekom verurteilt, nun ist der 29-Jährige nach Großbritannien ausgeliefert worden. Der Brite sei am Mittwoch aus Deutschland nach Großbritannien überführt worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Köln am Donnerstag.

Der Hacker wurde vor rund fünf Wochen in Köln zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Der Angeklagte Daniel K. hatte gestanden, im November weltweit Router attackiert zu haben, um sie in ein sogenanntes Botnetz zu integrieren. Dabei benutzte er die Pseudonyme "Peter Parker" und "Spiderman".

Durch den Angriff entstand der Deutschen Telekom nach eigenen Angaben ein Schaden von gut zwei Millionen Euro. Die Kölner Strafkammer sprach in ihrem Urteil von einem Schaden "im sechsstelligen Bereich bis in den Millionenbereich" für das deutsche Unternehmen.

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Hacker vor Gericht in London

Nach dem Urteil saß der 29-Jährige in Auslieferungshaft. Den Briten erwarten in seiner Heimat nun weitere Anklagen wegen Angriffen auf Banken. Dem Mann wird demnach vorgeworfen, Cyberangriffe gegen die Lloyds Banking Group und Barclays geführt und versucht zu haben, die Banken zu erpressen. Geprüft wird auch ein möglicher Angriff gegen Lonestar MTN, Liberias größten Internetanbieter.

K. war im Februar an einem Londoner Flughafen festgenommen und anschließend nach Deutschland ausgeliefert worden. Auf die Spur des 29-Jährigen kamen die Ermittler durch technische Nachforschungen der Telekom und des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI).

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gru/dpa