Terry Semel: Yahoo will kein Medienhaus sein - DER SPIEGEL
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Terry Semel Yahoo will kein Medienhaus sein

Multimediale Inhalte, eigene journalistische Angebote, ein Chef, der direkt aus der TV-Welt importiert wurde - seit langem steht Yahoo im Verdacht, Ambitionen zu haben, sich zum Medienhaus zu wandeln. Ein Missverständnis, sagt Terry Semel.
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"Wir sind ein Internetunternehmen", schloss Yahoo-Chef Terry Semel einen Vortrag vor Medienvertretern und Studenten und meinte damit: Yahoo will Medien keine Konkurrenz machen.

Genau das aber wird seit längerem vermutet: Semel selbst wechselte 2001 von Warner Bros. zu Yahoo. Den Grundstein zu seiner Karriere legte Semel bei Disney und CBS - der Manager gilt als tief verwurzelt in der Film- und TV-Welt. Im November 2004 heuerte er Lloyd Braun als Kopf der Yahoo Media Group an, in dem er ihn von ABC abwarb, wo Braun unter anderem Programmdirektor gewesen war. Kurz darauf begann Yahoo, seine medialen Angebote zu erweitern.

Zu denen gehören lizenzierte Nachrichten- und Sportangebote von Firmen wie AP und CBS, aber auch eigene journalistische Formate in den Bereichen Finanzberichterstattung, Sport und Reise, aber auch die exklusive Berichterstattungsseite des Kriegskorrespondenten Kevin Sites.

Aus all dem aber mediale Ambitionen abzuleiten, sei ein Missverständnis, beteuerte Semel. "Die Fernsehleute erledigen ihren Job gut"s, so Semel, "unser Medium sollte besser wie etwas Neues aussehen. Wir wollen lieber die Eigenschaften unseres eigenen Mediums nutzen, unseren Nutzen aus dem ziehen, was das Internet gut kann. Wenn das, was wir tun, wie Fernsehen aussähe, machten wir etwas falsch."

Diese Stärken aber, so Semel, lägen heute vor allem im Bereich des "user generated Content" - ein klares Signal, dass auch Yahoo auf den viel beschworenen Community-Zug aufspringt, mit dem etwa MySpace seine Erfolge feiert.