The books are worthless
Ein Leser entdeckte dieses zynische kurze Werk, dass einerseits an die Endzeitszenarien der großen Zombie-Filme der Siebziger erinnert - und gleichzeitig die Literatur selbst in Frage stellt. Ein Pop-Kleinod.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Gabriel Bauer schrieb uns:
Ich fand am Ende einer Spam-Mail, die einen Bank-Kredit anpries, folgende anrührende Worte
"They basically take over all the hard work and all you need to do is sit back an enjoy the war.
Ultimately, the books are worthless because of the words"
Seitdem muß ich mir vorstellen, wie ich vollkommen ausgeruht an einem lauen Sommerabend im Unterhemd auf der Dachterasse eines kreditfinanzierten Luxus-Appartments sitze und dem Krieg zuschaue, der da unten auf der Straße tobt. Ab und zu werfe ich Bücher hinunter (die unbeschriebenen Seiten reiße ich vorher raus) und freue ich daran, daß der Krieg auch all die unwerten Worte tilgt.