The Worst Room: Wohnen im Heizungskeller - DER SPIEGEL
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Wohnen im Heizungskeller

Von André Depcke
Tumblr-Blog The Worst Room: So hässlich können teure Wohnungen sein
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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

All diejenigen, die sich über horrende, stetig steigende Mietpreise echauffieren, sollten einen Blick auf "The Worst Room" werfen. In dem Blog sind Fotos New Yorker Behausungen zu sehen - und die sind ziemlich abenteuerlich. Absurd wird es bei den dazugehörigen Mieten.

"The Worst Room " sei das Ergebnis einer monatelangen, frustrierenden Suche nach angemessenen und bezahlbaren Wohnungen in New York, berichtet Blog-Betreiber Ryan Nethery der "Huffington Post ". Nethery ist von Kentucky nach New York gezogen und am dortigen Wohnungsmarkt verzweifelt.

Bei den Angeboten auch kein Wunder: Im einstigen Industrie- und jetzigem Künstlerviertel Williamsburg, dem Musterbeispiel für Gentrifizierung, vermietet jemand ein Zimmer, in dem man nicht mal aufrecht stehen kann  - und das für schlappe 750 Dollar im Monat. Ein fensterloser Raum in Murray Hill, Manhattan, kann für 950 Dollar angemietet werden. Immerhin gibt es dort einen Ventilator .

In der noblen Upper East Side von Manhattan, zwischen Central Park und East River, zahlt man als Mieterin sogar dann noch stolze 649 Dollar pro Monat, wenn man sich das Zimmer mit drei anderen Mitbewohnerinnen teilen muss - geschlafen wird logischerweise in Etagenbetten . Ein Einzelzimmer im gleichen Viertel soll 1600 Dollar kosten, inklusive Faxgerät .

Wer nicht ganz so komfortabel nächtigen will, spart auch nicht viel mehr Geld: In East Williamsburg kann man in einer Gesangskabine  wohnen, das kostet 700 Dollar Monatsmiete. Auch nicht schön: Wohnen in einem Heizungskeller  in Bushwick, einem Viertel in Brooklyn, für 950 Dollar im Monat.