Top 500 der Supercomputer: China Platz eins, USA Platz zwei - DER SPIEGEL
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Supercomputer China hat den Schnellsten

Die Top 500 der schnellsten Rechner der Welt ist erschienen: An der Spitze steht eine Anlage in China, gefolgt von den USA. Aus Deutschland hat es nur ein Rechner in die Top Ten geschafft.
Supercomputer Tianhe-2: Fast doppelt so schnell wie die Nummer 2
Supercomputer Tianhe-2: Fast doppelt so schnell wie die Nummer 2

Supercomputer Tianhe-2: Fast doppelt so schnell wie die Nummer 2

Foto: imago
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Leipzig - Die schnellsten Rechner der Welt sind gekürt - und Deutschland ist nur noch mit einem Computer unter den ersten zehn vertreten. Die IBM-Anlage Juqueen am Forschungszentrum Jülich hielt sich mit einer Leistung von fünf Petaflops erneut auf dem achten Platz der am Montag vorgestellten Liste der sogenannten Top 500 . Die Forschungsanlage SuperMUC am Leibnitz-Rechenzentrum rutschte vom zehnten auf den zwölften Rang. Europas schnellster Rechner steht in der Schweiz am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano. Die Anlage Piz Daint kommt auf 6,27 Petaflops.

China behauptet sich dagegen zum dritten Mal in Folge mit einem Supercomputer an der Weltspitze und hält die Konkurrenz weit auf Abstand. Die Anlage Tianhe-2 wird mit einer Leistung von 33,86 Petaflops an der National University of Defense Technology (NUDT) in Guangzhou betrieben. Das ist nahezu doppelt so viel wie die Nummer zwei erreicht: Titan arbeitet mit 17,59 Petaflops an der Oak Ridge National Laboratory und wird vom US-Energieministerium genutzt.

Die USA stellen traditionell unter den Top 500 die meisten Supercomputer, diesmal sind es 233 Systeme. Unter den Top Ten sind die Vereinigten Staaten mit insgesamt sechs Supercomputern vertreten. Neben China, der Schweiz und Deutschland belegt auch Japan einen Platz. Der K-Computer steht am Riken Advanced Institute for Computational Science in Kobe und belegt mit 10,51 Petaflops den vierten Rang.

Waren es vor einem halben Jahr noch 63 Systeme, ist China heute bereits mit 76 Supercomputern in den Top 500 vertreten - und liegt damit bereits gleichauf mit Großbritannien. Deutschland ist mit 23 Anlagen dabei. Mit Abstand die meisten Prozessoren liefert den Angaben der Herausgeber zufolge der Chiphersteller Intel (85,4 Prozent). IBM Power-Prozessoren haben einen Anteil von acht Prozent, Opteron-Prozessoren von AMD nutzen nur noch sechs Prozent der Systeme. 39 Prozent der Systeme stammen von dem PC-Hersteller HP, 33 Prozent von IBM, zehn Prozent steuert der Supercomputer-Spezialist Cray bei.

Die Top-500-Liste wird zweimal im Jahr zur Eröffnung der International Supercomputer Conference herausgegeben, die abwechselnd in den USA und in Deutschland stattfindet. Diesmal treffen sich die Experten noch bis zum 26. Juni in Leipzig. Die Liste geht zurück auf die Initiative des Mannheimer Informatikers Hans-Werner Meuer, der im Januar starb.

juh/dpa