Trickbetrug Neuer Phishing-Trick überlistet Browser
Eingebaute Phishing-Filter haben fast alle aktuellen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Mozilla Firefox und auch Microsofts Internet Explorer. Solche Filter nutzen Listen mit bekannten Trickser-Seiten und warnen vor dem Aufruf. Nun aber versenden manche Online-Kriminellen in ihren Spam-E-Mails nicht mehr Links auf die gefälschten Webseiten, sondern eine gefährliche HTML-Datei im Anhang, berichtete Rodel Mendrez, Experte beim Sicherheitsdienstleister M86Security, in seinem Blog .
Beim Phishing wird stets versucht, die Anwender auf gefälschte Websites zu lenken, um sich Zugangsdaten zu erschleichen, vor allem zu Online-Bankkonten. Dabei wird dem User in der Regel eine nachgemachte Eingabemaske untergeschoben.
Bei der aktuellen Attacke soll der Anwender auf ein HTML-Dokument klicken, das per E-Mail verschickt wurde. Diese Datei wird im Browser geöffnet und gaukelt das Login für Bank-Portale wie PayPal oder Bank of America vor, in die der Empfänger seine Zugangsdaten eingeben soll. Da das Formular lokal auf dem Rechner läuft, kann auch der Phishing-Filter nicht warnen, denn dieser springt nur auf externe Webadressen an. Mit einem Klick auf den Senden-Knopf in dem Formular würden dann die Daten an die Online-Betrüger verschickt, ohne dass die Browser davor warnen.
M86Security rät deshalb den Anwendern, sehr vorsichtig im Umgang mit HTML-Dokumenten zu sein, die per E-Mail versendet werden. "Wenn eine E-Mail verdächtig aussieht, klicken Sie nicht auf den HTML-Anhang" rät Mendrez. Und wer aus Versehen einen E-Mail-Anhang geöffnet habe, sollte auf keinen Fall Zugangsdaten oder andere sensible Informationen in das Web-Formular eintragen.