Proteste in der Türkei Hacker attackieren Erdogans Regierung
Demonstrant mit Guy-Fawkes-Maske in Istanbul: Phishing-Attacke gegen Erdogans Mitarbeiter
Foto: MURAD SEZER/ REUTERSIstanbul - Hacker behaupten, in Unterstützung der Proteste in der Türkei erfolgreich in Systeme der türkischen Regierung eingedrungen zu sein. Dabei seien sie an vertrauliche Daten von Mitarbeitern aus dem Büro des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan gelangt. Zu den erbeuteten Daten gehören nach Angaben der Angreifer auch Passwörter zu E-Mail-Postfächern und Telefonnummern.
Eine Quelle aus Erdogans Büro bestätigte, dass E-Mail-Accounts von Mitarbeitern Opfer einer Phishing-Attacke geworden seien; allerdings seien die infizierten Account vom Netzwerk abgeschnittenen worden.
Die Aktivisten, die sich Anonymous Turkey nennen, haben per Twitter ein Statement in englischer Sprache abgegeben: Man sei in das Netzwerk des Premierministers eingedrungen. Eine Liste aller Nutzerkonten sei veröffentlicht worden. Außerdem will die Gruppe auch an Telefonnummern und Passwörter einiger Mitarbeiter gelangt sein.
Die Daten sollen allerdings nicht veröffentlicht werden, "weil Anonymous die Privatsphäre von Menschen respektiert". Auch die meisten E-Mail-Passwörter würden nicht öffentlich gemacht, um nicht den Schwachen zu schaden. Wenn nötig, würden die Aktivisten ein Passwort herausgegeben, um den Hack zu beweisen. Dafür würden sie einen Nutzer aussuchen, in dessen E-Mails sich keine geheimen Informationen fänden.