Umfrage: Kaum jemand nutzt Internet-Apotheken - DER SPIEGEL
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Umfrage Kaum jemand nutzt Internet-Apotheken

…sagt das Marktforschungsunternehmen Forsa nach Auswertung einer repräsentativen Studie. Das wird die Apotheken aber freuen – und auch den Auftraggeber der Studie, die Pharmatechnik GmbH, denn der liegt das Wohl der Apotheken sehr am Herzen.
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Was gab das doch für einen Aufstand bis hinauf ins Gesundheitsministerium: Der Hick-Hack rund um DocMorris und Co und die Frage, ob Internet-Apotheken ihre Waren nun auch in Deutschland vertreiben sollten. Die Apothekerverbände warnten eindringlich vor dem Untergang des Abendlandes, akuten Gefährdungen und dräuenden wirtschaftlichen Krisen.

Nachdem sich abzuzeichnen begann, dass sie gegen Windmühlen kämpften, gingen die Apotheken im Spätsommer des letzten Jahres schließlich in die Offensive. Sie setzten der bekannten, von den Niederlanden aus operierenden Internet-Apotheke DocMorris, die seit Anfang Januar die meisten Medikamente, die sie liefert, auch ausliefern darf, ein eigenes Angebot entgegen. Zwar keinen Deut billiger, dafür aber frei Haus sollten Apotheker ihren Online-Kunden höchst selbst die Ware liefern.

Genau damit wären die ja auch erst rundum glücklich, wenn man den Ergebnissen einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Forsa glauben darf. Über 90 Prozent aller Befragten schätzten demnach den Service und das pharmazeutische Fachwissen der Apotheke vor Ort, sagt Forsa. Überhaupt nur drei Prozent aller Kunden hätten online schon mal was bestellt, und mehr als insgesamt vier Prozent hätten auch gar kein Interesse daran, das künftig ausschließlich zu tun.

Der Kunde will's billiger

Immerhin acht Prozent denken daran, mal so und mal so einzukaufen: Das könnte dann zulasten der Importquoten von Aspirin in Touristenkoffern aus der Türkei gehen. Denn der Medikamenteneinkauf jenseits der Grenzen ist längst normal und wird wahrgenommen, wann immer möglich: Teurer als in Deutschland sind Medikamente kaum irgendwo.

Die Apotheker setzen da auf ihre Beratungskompetenz als stärkstes Argument. Genau die suchen aber weder chronisch Kranke, die jahrelang die gleichen Medikamente nehmen, noch Normalverbraucher, die sich ein Päckchen Aspirin in den Schrank legen wollen: Sie suchen Preisnachlässe.

Die fallen auch bei DocMorris nicht gerade üppig aus: Gerade mal rund 15 Prozent gegenüber dem deutschen Preis spart man bei den aktuellen Angeboten. Da lohnt sich bei Allerwelts-Medikamenten schon der Billigflug nach England, wenn man mehr als 20 Päckchen kauft.

Schöne Studie: Sowas will man hören!

Doch Häme beiseite: Letztlich spreche doch alles für die Apotheke vor Ort, sagten die Befragten gemäß Forsa. Derer gab es 1000 ab 24 Jahren, und 86 Prozent von ihnen wollen auch künftig ausschließlich der echten Apotheke vertrauen - und zwar unabhängig von Geschlecht, Alter, Ausbildung und Einkommen. Selbst die jüngeren Verbraucher (24 bis 39 Jahre) sehen nur zu zu sechs Prozent das Internet als Apotheke der Zukunft an.

Forsa hatte auch nicht vergessen, die Zielgruppe nach ihren Wünschen und Anforderungen an die Apotheke zu befragen – und die sind der Studie zufolge sehr hoch. So spielen pharmazeutisches Fachwissen, Freundlichkeit des Personals und Service mit 94 beziehungsweise 92 Prozent eine besonders große Rolle für die Verbraucher.

Dass sich dieser Mix aus freundlichem Service und Fachkompetenz auszahlt, weiß auch der Auftraggeber der Studie, die Pharmatechnik GmbH mit Sitz in Starnberg. Stolz kann das Dienstleistungsunternehmen für Apotheken und Zahnarzt-Bedarf darauf verweisen, im letzten Jahr von der Zeitschrift "PharmaRundschau" als "Bester Partner der Apotheken" gekürt worden zu sein. Auch im laufenden Jahr, meldet die Pharmatechnik GmbH, liege das Unternehmen in der Beliebtheit bei den Apothekern wieder ganz, ganz vorn.

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