Unterlassungsklage: Kahn würgt Electronic Arts - DER SPIEGEL
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Unterlassungsklage Kahn würgt Electronic Arts

"Fifa 2002" ist eine der erfolgreichsten Fußball-Simulationen, rund 300.000 Mal verkauft. Das Spiel hat nur einen Makel: Oliver Kahn tritt dort virtuell auf - aber niemand hatte ihn gefragt. Jetzt tritt er zurück.
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Das könnte schmerzhaft werden: Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn klagt gegen Electronic Arts. Das Unternehmen hatte im unter dem "EA Sports"-Label vertriebenen Spiel Fifa 2002 dem Torhüter zu einem unautorisierten Auftritt verholfen, sagt Kahn. Das aber verletze seine Persönlichkeitsrechte.

Im Spiel ist Kahn eine Figur, wird mehrere Male gezeigt. Gewichtiger jedoch dürfte die Tatsache sein, dass EA auch mit Kahns markantem Konterfei für das Spiel wirbt. Kahn beauftragte seinen Anwalt Mathias Prinz mit einer Unterlassungsklage gegen den Konzern, der Streitwert liegt nach Informationen von "Bild" ("King Kahn") bei einer Million Euro.

Tatsächlich könnte die Klage Electronic Arts teuer zu stehen kommen. Sollte die Klage Erfolg haben, könnte dies zu einem sofortigen Verkaufsstopp für das bisher rund 300.000 Mal verkaufte Spiel führen. Ein fatales Timing: Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür, wie Kahn-Anwalt Prinz im "Bild"-Interview anmerkt. Hinter verschlossenen Türen beginnt nun die Suche nach einer für alle akzeptablen Lösung. Kahn fühle sich, so Prinz, "kommerziell ausgebeutet".

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