"USA Today" Print- und Onlineangebot verschmelzen
Als Grund für die Verschmelzung gab die Geschäftsleitung einen wachsenden Bedarf nach Nachrichten im Internet an. Die Zusammenlegung von herkömmlicher Zeitungs- und Onlineredaktion soll stufenweise vollzogen werden. Man werde die Mitarbeiter so langsam an die neuen Anforderungen heranführen, die es mit sich bringe, Texte in unterschiedlichen Präsentationsformen zu veröffentlichen.
Die Bereiche Reise, Unterhaltung und "Breaking News", also neueste Nachrichten, sollten als erstes verschmolzen werden. USAToday.com-Vizepräsident und Chefredakteur Kinsey Wilson wurde gleichzeitig zum zweiten leitenden Redakteur des Printblattes ernannt. Er füllt diese Rolle nun gemeinsam mit dem bisherigen Leiter John Hillkirk aus.
Viele kleinere Blätter in den USA haben die Verschmelzung der Redaktionen von Online- und Offlineangeboten längst vollzogen. Im August teilte die "New York Times" als erste der etablierten, großen Tageszeitungen mit, diesen Schritt ebenfalls vollziehen zu wollen. Bis zum Frühjahr 2007 sollen die Print- und Online-Redaktionen nahtlos verschmolzen werden, in einem "Newsroom" in der neuen Zentrale am Times Square. "Wir planen", kündigten Chefredakteur Bill Keller und Online-Kollege Martin Nisenholtz damals an, "den Unterschied zwischen Zeitungsjournalisten und Webjournalisten zu verringern und schließlich ganz zu eliminieren."