Dienst für Behörde Hacker greifen Firma für Background-Checks an
Usis-Website: Dienstleister für den US-Heimatschutz
Das Sicherheitsunternehmen Usis ist Ziel einer Cyber-Attacke geworden. Die US-Firma, die Sicherheitsüberprüfungen für US-Regierungsmitarbeiter durchführt, erklärte, dass der Vorfall mit Beteiligung des FBI und des US-Heimatschutzministeriums (DHS) untersucht werde. Laut Usis hatte die Attacke den Eindruck erweckt, dass ein Staat dafür verantwortlich sein könnte.
Die US-Regierung soll als Reaktion auf die Cyberattacke den größten Teil ihrer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen eingestellt haben. Ein hoher Regierungsvertreter sagte der "Washington Post" , dass dieser Schritt als reine Vorsichtsmaßnahme erfolge.
Ermittlern zufolge steht noch nicht fest, wie viele Regierungsangestellte der am Mittwoch bekanntgewordene Vorfall betrifft. Im Heimatschutzministerium arbeiten 240.000 Personen, sie wurden angewiesen, auf mögliche Problemen bei ihren Finanzkonten zu achten .
Usis, ansässig im US-Bundesstaat Virginia, ist im Bereich der sogenannten Background-Checks amerikanischer Marktführer. Das Unternehmen übernimmt die Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern für das DHS und die Personalverwaltung der amerikanischen Bundesbehörden.
Das Unternehmen war bereits 2013 in die Schlagzeilen geraten. Ein externer Mitarbeiter war auf einer US-Militärbasis Amok gelaufen und hatte zwölf Menschen getötet. Der psychisch kranke und als aggressiv bekannte Mann war zuvor von Usis auf seine Zuverlässigkeit und Sicherheit überprüft und für geeignet befunden worden. Auch Edward Snowden hatte die Usis-Überprüfung anstandslos passiert.