Videoportal Yahoos YouTube-Gegenstück soll im Sommer kommen
Firmenlogo am Hauptsitz in Kalifornien: Mehr Geld für Videoproduzenten
Foto: Paul Sakuma/ APGoogles Videoportal YouTube dominiert den Markt für Internetvideos seit Jahren weitgehend unangefochten. Nun will Yahoo mit einem eigenen Videodienst dagegenhalten. Wie der Fachdienst "AdAge" unter Berufung auf informierte Insider berichtet, soll der Service "noch in diesem Sommer" Premiere feiern .
Eigentlich sei die Markteinführung schon für den April geplant gewesen, doch Vertragsverhandlungen mit Videoproduzenten hätten sich unerwartet lang hingezogen. Dabei werbe Yahoo mit vergleichsweise verlockenden Konditionen. Die Umsatzbeteiligungen seien höher als bei YouTube, die möglichen Anzeigenerlöse ebenso, schreibt "AdAge". Dazu soll unter anderem beitragen, dass Yahoo einen vergleichsweise geringen Anteil der Anzeigenerlöse selbst einkassiert. YouTube wird von Videoschaffenden dafür kritisiert, 45 Prozent der Erlöse für sich zu behalten .
Wie bei YouTube sollen Videoproduzenten eigene Kanäle einrichten und dort ihre Videoclips einstellen können. Die sollen dann auch auf anderen Yahoo-Angeboten von der Homepage bis zum Blogging-Dienst Tumblr verlinkt und angezeigt werden.
Yahoo verlange von Filmemachern keine Exklusivbindung, heißt es außerdem. Wer beim neuen Yahoo-Dienst mitmache, könne auch weiterhin seinen YouTube-Kanal befüllen. Yahoo wollte sich nicht zum aktuellen Stand der Dinge äußern. Allerdings berichtete "re/code" schon im März über Verhandlungen zwischen dem Konzern und diversen Videoproduzenten und YouTube-Stars .
Über attraktive Umsatzbeteiligungen habe Yahoo tatsächlich eine Chance, erfolgreich einen Fuß ins Video-Geschäft zu bekommen, glaubt "Cnet". Google verhalte sich in Sachen Beteiligung an Werbegeldern ziemlich knauserig, außer für einige wenige,sehr populäre Stars seien die Einkünfte für die meisten Produzenten äußerst mager .