Videosharing: ReplayTV im Clinch mit Hollywood - DER SPIEGEL
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Videosharing ReplayTV im Clinch mit Hollywood

Eine Art Napster-Video-Rekorder: Das ist ReplayTV, ein Angebot von SonicBlue. Wer ihn besitzt, kann mit anderen ReplayTV-Glotzern seine Videoaufzeichnungen teilen. Hollywood ist nicht begeistert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Denn Hollywood sieht es gar nicht gern, wenn teuer produzierte Filme auf einmal unkompliziert von Wohnzimmer zu Wohnzimmer geschickt werden können. Einmal aufgezeichnet lassen sich die TV-Sendungen mit Hilfe einer E-Mail-Funktion des Replay-Rekorders tauschen - auch ohne die Werbeblocks mit zu verschicken.

Für diese Weiterentwicklung des klassischen Fernsehens bekam SonicBlue zwar einen "Emmy" von der National Academy of Television Arts and Sciences. Doch zugleich streiten sich 28 Hollywood- und Fernseh-Firmen mit dem ReplayTV-Hersteller. Die E-Mail-Funktion ist ihnen ein Dorn im Auge.

Video-Napster?

Dieselben Probleme wie Napster drohen SonicBlue allerdings nicht, denn der Tausch-Service läuft nicht über einen zentralen Server der Firma, sondern über Direktverbindungen - ähnlich wie Angebote von Morpheus und anderen. Besänftigt könnte sich Hollywood allerdings fühlen, weil der ReplayTV-Hersteller zusammen mit Macrovision an Verschlüsselungstechnologien für Videodaten forscht. Ist ReplayTV der neue Video-Napster? Vielleicht kann SonicBlue mit der Verschlüsselung einen Gerichtsmarathon verhindern, wie ihn Napster gerade durchmacht.

Auch der Konkurrenzkampf zwischen ReplayTV und TiVo macht SonicBlue zu schaffen. Im Bereich der Digitalen Videorekorder (DVR) ist TiVo der Erzfeind von ReplayTV. Sie kämpfen um Marktanteile und hindern sich gegenseitig am Wachsen. Dennoch rechnet man bei ReplayTV für dieses Jahr mit Gewinnen. Schon 2001 hatten die Amerikaner Analystenschätzungen weit übertroffen.

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