Vietnam Billiger ins Internet
Hanoi - Im kommunistisch regierten Vietnam sollen die Preise für Auslandsverbindungen ab dem 1. November um durchschnittlich zehn Prozent sinken, so die Vizedirektorin des staatlichen Post- und Telekommunikationsunternehmens VNPT, Tran Ngoc Binh. Von Ausländern werde nicht mehr wie bislang die doppelte Telefongebühr verlangt. Um arme Vietnamesen zu entlasten, sollen auch Inlandsgespräche billiger werden. Im kommenden Jahr sänken die Preise noch einmal um rund zehn Prozent.
Darüber hinaus kündigte Binh eine Senkung der Gebühren für Internet-Zugänge um knapp 14 Prozent ab dem 1. Oktober an. "Die Änderung wird die Internet-Nutzung in Vietnam fördern", sagte sie. Der Chef des staatlichen Preiskomitees, Nguyen Ngoc Tuan, räumte ein, dass es zurzeit Probleme gäbe, um ausländische Investoren zu gewinnen." Die hohen Kosten für Ferngespräche und die Diskriminierung ausländischer Telefonkunden, die für Telefongespräche den doppelten Preis zahlen müssen, halten ausländische Investoren bisher aus Vietnam fern. Nach der Asienkrise hatten ausländische Geschäftsleute das Land in Scharen verlassen.
VNPT erwarte einen Anstieg der Zahl vietnamesischer Internetnutzer von derzeit 50.000 auf etwa eine Million in fünf Jahren. Zudem werde es im Jahr 2005 etwa 2,2 Millionen Handynutzer geben, verglichen mit 600.000 in diesem Jahr.