Virtuella verwirrt: Alle Spieler sind blau! - DER SPIEGEL
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Virtuella verwirrt Alle Spieler sind blau!

Erst waren es die Handys in der Halle, die die Roboter durcheinander gebracht haben und den Anstoß verzögerten. Doch bald taten sich ganz andere Abgründe auf: Die Roboter sahen zu viel Rot.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Rätsel um die anhaltende Verwirrung der Robocup-Spieler ist gelöst: Sie sind nicht blau. Jedenfalls nicht alle, und eigentlich wäre es besser, sie wären es: Jeweils ein Team trägt blaue Binden, das andere rote. Das ist - aus Sicht der Zuschauer gut und schön, nicht jedoch aus Sicht der Spieler.

Die halten nämlich alles, was rot ist und sich bewegt, für einen Ball - der ist orange. Ziemlich blöd, vor allem für rote Teams, die so zu keiner wirklichen Bewegung im Raum kommen: Sobald sie auch nur zucken, werden sie attackiert. Das hat zwar Unterhaltungswert, aber mit Fußball so viel zu tun wie beißende Bayern-Torwarte oder fingerhebende Blondschöpfe: So was gehört vom Platz gestellt.

Folglich werden nun alle Mannschaften in Blau spielen, was die Orientierung auf dem Spielfeld für die Spieler zumindest erheblich vereinfachen soll. Sobald das "Recolouring" abgeschlossen ist, wird angeblich nur noch der Ball attackiert. Die erste Regel des Robocup: Zehn gegen einen Ball, und alle sind blau.