Virus-Attacke Mydoom legt SCO-Website lahm
Washington - Der Angriff mit Millionen sinnloser E- Mails an den Server der Firma, die im US-Bundesstaat Utah beheimatet ist, begann US-Medienberichten zufolge am Sonntagmorgen (Ortszeit).
Weil der Virus SCO im Visier hat, vermuten einige Computerexperten, dass die Mydoom-Programmierer aus dem Linux-Lager stammen. Denn SCO klagt in mehreren Fällen gegen die Verwendung des Betriebssystems Linux, weil dessen Existenz die Eigentumsrechte des Unternehmens an dem Linux-Vorgänger Unix verletze.
Der Virus hat bisher nach Einschätzung von Experten Hunderttausende Computer in der ganzen Welt befallen. Mydoom (übersetzt etwa: mein Untergang) und die Variante Mydoom.B gelten als zweitschlimmste Wurm-Art der Computer-Geschichte.
Das größte Softwareunternehmen der Welt, Microsoft, soll zwar auch Ziel des Computerwurms - diesmal von der Variante Mydoom.B - sein, war aber am Sonntag offensichtlich noch nicht betroffen.
Microsoft setzte am Freitag für Informationen zur Ergreifung des Urhebers der neuen Mydoom-Variante ein Kopfgeld in Höhe von 250 000 Dollar aus. "Dieser Wurm ist eine kriminelle Attacke", sagte ein Sprecher Microsofts.