Webby-Awards: Wo bleiben die Europäer? - DER SPIEGEL
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Webby-Awards Wo bleiben die Europäer?

Noch rund eine Woche läuft die Meldefrist für die diesjährigen "Webbies", die Oscars des Internet. Die Chancen von Nicht-Amerikanern sind etwa so hoch wie beim Film, trotzdem wünschen sich die Organisatoren mehr "Ausländer": Wie soll man die Veranstaltung sonst "weltweit" nennen?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Für die Verleihung der Webby-Awards, den "Oscars des Internets" sind in den vergangenen Wochen bereits Tausende von Bewerbungen bei der "Academy of Digital Arts and Sciences" in San Francisco eingegangen. Die Zahl der Anträge, vor allem aus Ländern wie Brasilien, Zypern und Korea, die erstmals an dem Wettbewerb teilnehmen, hätte die Erwartungen überstiegen, erklärt Webby-Vorsitzende Maya Draisin.

Aus Deutschland hätten sich bis jetzt rund 20 Webdesigner und Internetseiten, überwiegend aus Hamburg und Frankfurt, angemeldet (wird in Düsseldorf gespart?).

Um dem Namen "World Wide Web" gerecht zu werden, sei eine noch stärkere Beteiligung aus Europa gewünscht, sagte Draisin. Die Webbies werden zum 6. Mal im Juni in San Francisco verliehen. Die Anmeldefrist läuft am 15. Februar ab.

Wie im vergangenen Jahr werden 150 Bewerber in 30 Kategorien nominiert, darunter in Sparten wie Aktivismus, Mode, Kunst, News, Finanzen, Reise, persönliche und verrückteste Webseiten. Ausgesucht werden die Preisträger von den 370 Akademie-Mitgliedern, unter ihnen Prominenz wie David Bowie, Björk, Oracle-Chef Larry Ellison und Regisseur Francis Ford Coppola.

Sprachbarrieren schränken die internationale Beteiligung ein. Es würden nur englischsprachige oder visuelle Webseiten berücksichtigt, die von der größtenteils amerikanischen Jury beurteilt werden können, räumten die Veranstalter ein. Rund 15 Prozent der Webby-Teilnehmer von 2001 waren Nicht- Amerikaner. Ihre Erfgolgsquote fiel nicht überproportional hoch aus.