Website verschollen: Virus fegt RIAA aus dem Web - DER SPIEGEL
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Website verschollen Virus fegt RIAA aus dem Web

So richtig beliebt ist die Lobby der US-Musikindustrie RIAA eigentlich nur bei Virenschreibern. Da wird der Grund liegen, warum die Website der Lobbygruppe verschwinden konnte und keiner vermisste sie: Bereits seit dem 17. März ist die RIAA durch einen Virenangriff unerreichbar.
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MyDoom.F, die sechste Variante des MyDoom-Wurmes, wurde wahrscheinlich am 20. Februar in Umlauf gesetzt. Die IT-Sicherheitsunternehmen stuften die Variante als weniger gefährlich ein: zu groß war die Aufmerksamkeit, die die ersten Varianten erregt hatten. Wer sein System in den Wochen vor MyDoom.F auf Vordermann gebracht hatte, brauchte kaum noch etwas zu befürchten.

Der Haken an der Geschichte ist jedoch, dass die MyDoom-Würmer ausgesprochen hartnäckig und erfolgreich sind: Ein kleines bisschen Erfolg reichte MyDoom.F nun offenbar, seine schädliche "Payload" zu entfesseln - eine Denial of Service-Attacke auf die Server der US-Musiklobby RIAA.

Die Attacke begann am 17. März, und RIAA verschwand unter der Überlast der parallelen Anfragen. Laut Virusdesign hätte die Attacke am 22. März enden sollen, doch noch haben sich die RIAA-Server nicht erholt: Die Musiklobby bleibt unauffindbar.

Jetzt hat die RIAA Zeit bis zum 17. April, um sich irgendwie vor der nächsten DDoS-Attacke zu schützen, denn MyDoom.F wird nun in jedem Monat vom 17. bis zum 22. zuschlagen. Falls das vorher nicht noch jemand versucht: Die Virenattacke ist nicht die erste ihrer Art. So richtig beliebt ist die streitbare Musiklobby, die seit dem April letzten Jahres P2P-Nutzer verklagt, nur bei Virenautoren.

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