Webvideopreis 2013: Heavy Little Puppet Band - DER SPIEGEL
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Webvideopreis 2013 So funky spielt die Puppen-Band

Was machen Puppen eigentlich, wenn kein Mensch zu Hause ist? Logisch, sie gründen eine Band. Wie das aussieht, klingt und wie viel Spaß es macht, zeigt ein junger Musiker mit seiner Heavy Little Puppet Band. Das Video ist für den deutschen Webvideopreis nominiert.
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Diese Band hat keine Beine, aber reichlich Groove zum Tanzen. Als ihr Eigentümer sie nur einen Moment aus den Augen lässt, erwacht ein Korb voller Handspielpuppen zum Leben. Sandmännchen, Kasper, Teufel und noch einige mehr wandern in den Musikkeller und machen sich an den dort abgestellten Instrumenten zu schaffen.

Es werden Verstärker eingestöpselt, die Orgel angeworfen, Drumsticks hervorgeholt. Und dann geht es los: Mit einem kurzen Gitarrenintro gibt der Pinguin das Startsignal, und die Band fangt an, ihren Funk zu spielen. Als Sänger tritt dabei ein Wurm auf, der davon singt, wie es früher einmal war, als die Band noch jede Nacht gespielt hat: "Doch dann wurden wir eingesperrt, sahen kein Sonnenlicht mehr." Jetzt, da sie entkommen sind, wollen sie "nur noch tanzen und den Beat spüren".

Das sind natürlich abgedroschene Pop-Plattitüden, aber sie werden von der Heavy Little Puppet Band so charmant vorgetragen, dass man sie einfach mögen muss.

Wobei die Band in Wahrheit aus einem einzigen Musiker besteht. Eingespielt hat den Song der Multiinstrumentalist Justin Wildenhain, der seine Songs als YoustinDavid  auf YouTube verbreitet. Meist sieht man ihn darin an verschiedenen Instrumenten selber spielen. Doch für diesen einen Song hat er sich 13 Puppen ausgeliehen und teilweise im Stop-Motion-Verfahren animiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wurde von Justin Wildenhain zum deutschen Webvideopreis eingereicht und dort auch prompt als eins der fünf besten Videos in der Kategorie "Cute" - niedlich - nominiert. Dass sein Video in dieser Abteilung auftaucht, kommentiert der Macher humorvoll: "Musik gab es nicht - jetzt finden sich die Puppen in bester Gesellschaft mit Babyvideos".

Ob die handliche Kapelle den Preis einkassieren kann, entscheiden jetzt die Zuschauer. Und zwar nicht mit einer herkömmlichen Abstimmung, sondern indem sie das Video auf der Seite des Webvideopreises  bei Twitter, Facebook oder Google+ teilen oder in ihrem Blog verlinken.

Deutscher Webvideopreis 2013
Foto: European Web Video Academy

Der deutsche Webvideopreis wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal vergeben. Bis zum 28. April konnten Publikum und Jury über die Nominierungen abstimmen. In diesem Jahr wurden in 13 Kategorien Dutzende Netzfilme nominiert. Aus allen nominierten Einreichungen können bis zum 23. Mai die Finalisten bestimmt werden. Dabei zählen außer geteilten Links auf Twitter und Facebook auch Verlinkungen in Blogs. Die Gewinner der Abstimmung werden zusammen mit den Jury-Preisträgern am 25. Mai 2013 in Düsseldorf gekürt. SPIEGEL ONLINE ist Medienpartner des Deutschen Webvideopreises .

mak