Webvideopreis Gangster Rap shoRdy - DER SPIEGEL
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YouTube / shoRdy

Webvideopreis Deutscher Gangster-Rap für ganz Doofe

Wie wird man Gangster-Rapper? Indem man sein Gehirn auf Erbsengröße schrumpfen lässt und dann mal schaut, was passiert - so in etwa jedenfalls die These von shoRdy. In einem bildstarken Satirevideo hat er alles aufgespießt, was ihn an deutschen Pseudogangstern nervt. Dabei liebt er HipHop.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dass er HipHop und Rap nicht lieben würde, will sich shoRdy nicht nachsagen lassen. "Ich höre Rap, seit mein Gedächtnis angefangen hat, Informationen für längere Zeit zu speichern", sagt der Kommunikationsdesign-Student. Für diejenigen, die sich als coole Gangsta-Rapper zu profilieren versuchen, mit Sexismus, Begeisterung für Gewalt und harte Drogen, mit maximaler sprachlicher Dämlichkeit und maximaler Aggression, hat shoRdy trotzdem wenig übrig.

Zwar ginge es auch in seinen eigenen Texten gelegentlich mal zur Sache, aber "ein bisschen Rebellion hat noch niemandem geschadet".

Wie er das sagt, was er zu sagen hat, ist jedenfalls einen Blick wert: Der Satireclip ist ein audiovisueller Spaziergang an einer Graffiti-Wand entlang, mit Soundeffekten, typografischen Spielereien und einer kräftigen Dosis sehr trockenen Humors. Mancherorts macht man sich mit einer derart deutlichen Haltung zu Teilen der deutschen Rapszene vermutlich keine Freunde, aber shoRdy ist das egal. "Leider ist die Qualität der Aussagen in Rap-Texten in den vergangenen Jahren überwiegend auf ein Niveau unter der Gürtellinie gesunken, und ich war der Meinung, erkannt zu haben, dass das eventuell eine ganze Generation von Musikliebhabern negativ beeinflussen könnte."

Also griff er zu den Werkzeugen, die ihn privat interessieren und die er in seinem Studium anwendet: "Photoshop, After-Effects, Illustrator und Premiere und Steinberg Cubase zur Aufnahme der Stimme". Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Beim Deutschen Webvideopreis ist der Clip in der Kategorie IMHO (in my humble opinion) nominiert. Bis zum 29. März kann man auf den Seiten des Webvideopreises für das Video abstimmen .

Deutscher Webvideopreis

Der deutsche Webvideopreis wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal vergeben. In diesem Jahr wurden in neun Kategorien Dutzende Netz-Filme nominiert, aus allen nominierten Einreichungen konnte jeder Interessierte vom 1. März bis 29. März online die Publikumspreisträger 2012 wählen. Die Gewinner der Abstimmung wurden zusammen mit den Jury-Preisträgern am 31. März 2012 in Düsseldorf gekürt. SPIEGEL ONLINE ist Medienpartner des Deutschen Webvideopreises .

cis

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