Webvideopreis Ralph Ruthe Werbeparodien - DER SPIEGEL
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Ralph Ruthe

Webvideopreis Die WC-Ente packt aus

Der 1&1-Kundenberater fliegt ins All und übersetzt Texte ins Altägyptische, die WC-Ente hat den Schnabel voll von all den gutverdauenden Joghurt-Essern, Gold-Ankäufer kreischen seltsam vertraut: Die Werbeparodien von Ralph Ruthe sind ziemlich böse - und für den Webvideopreis nominiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ralph Ruhte sieht selbst gar nicht fern. Die Spezialität des 39-Jährigen sind Witze, meistens gezeichnete. Ruthe hat früher zum Beispiel für das "Mad Magazin" gezeichnet, seit 2003 produziert er die Cartoonserie "Shit Happens!", in seiner anderen Serie "Die Frühreifen" fragen Kinder ihre Eltern Dinge wie: "Mama, warum schminkst Du Dich, Du bist doch alt?" Außerdem arbeitet er als Autor, Musiker, Filmemacher, und gelegentlich tritt er auch mit seinem Bühnenprogramm live auf.

Man könnte also sagen, Ruthe ist einfach zu beschäftigt zum Fernsehen. Trotzdem hat er unter anderem eine Reihe von Werbeparodien produziert, in Cartoon-Form versteht sich. Er habe "über Facebook meine Freunde gebeten, mir Links zu den (ihrer Ansicht nach) nervigsten Werbespots zu schicken", erklärt Ruthe seine Methode. Und die Genannten traf es dann eben.

Marcell Davis, der oberste 1&1-Kundenberater, bekommt sein Fett weg (oder er wird zum Superhelden stilisiert, ganz nach Sichtweise), die WC-Ente hat einen sehr persönlichen Auftritt im Zusammenhang mit einem Produkt, mit dem man sie bislang eher nicht assoziiert hätte. Briefgold-Spots machen zumindest eine glücklich, und die kreischenden Damen aus der Zalando-Reklame sind plötzlich überall. Irgendwie scheint alles mit allem zusammenzuhängen. Sogar die Mainzelmännchen.

Mit seinem Clip "Werbeparodien" ist Ralph Ruthe in der Kategorie LOL (laughing out loud) für den deutschen Webvideopreis nominiert. Noch bis zum 29. März kann man auf den Seiten des Webvideopreises für das Video abstimmen .

Deutscher Webvideopreis

Der deutsche Webvideopreis wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal vergeben. In diesem Jahr wurden in neun Kategorien Dutzende Netz-Filme nominiert, aus allen nominierten Einreichungen konnte jeder Interessierte vom 1. März bis 29. März online die Publikumspreisträger 2012 wählen. Die Gewinner der Abstimmung wurden zusammen mit den Jury-Preisträgern am 31. März 2012 in Düsseldorf gekürt. SPIEGEL ONLINE ist Medienpartner des Deutschen Webvideopreises .

cis

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