Werner Müller Jeder dritte Deutsche ist "drin"
Die Internetnutzung in Deutschland hat sich nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller "hervorragend" entwickelt. Bis zum Jahresende werde jeder dritte Haushalt in der Bundesrepublik über einen Internetanschluss verfügen, erklärte der Minister am Donnerstag in Berlin. In den USA sei die Anzahl der angeschlossenen Haushalte auf rund 41 Prozent gestiegen.
"Wir haben mittlerweile den größten Mobilfunkmarkt in Europa und die meisten Internetnutzer", sagte Müller. Der Vorsprung der USA werde auf Grund der höheren Wachstumsraten in Deutschland zusehends kleiner. Ein wesentlicher Grund für die Wachstumsdynamik seien die Zugangskosten, die in den letzten beiden Jahren um 80 Prozent gesunken seien. Die preisgünstigsten Anbieter verlangten derzeit nur noch rund eine Mark pro Stunde Internetnutzung.
Der Minister wies auch auf die günstigen Pauschalangebote hin, die so genannten Flatrates. Die zeitlich unbeschränkte Internetnutzung sei derzeit bereits für rund 78 Mark im Monat möglich. Der Preis liege damit um rund 40 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn. Auf Nebenzeiten beschränkte Flatrates würden unter 60 Mark im Monat angeboten. So genannte High-Speed-Internetzugänge gebe es zu monatlichen Pauschalpreisen zwischen 44 und 79 Mark. Sie lägen damit ebenfalls teilweise deutlich unter den amerikanischen Vergleichspreisen.
Mit der gegenwärtig in großen Teilen der Bundesrepublik anlaufenden "Aufrüstung der Breitbandkabelnetze wird eine weitere technische Alternative für schnelle Internetzugänge geschaffen", sagte Müller. Derzeit seien über 20 Millionen Haushalte an das Breitbandkabelnetz angeschlossen. Die Preis- und Angebotsentwicklung beim Internetzugängen laufe insgesamt hervorragend, erklärte der Minister. Dort, wo der Wettbewerb nicht so funktioniere, werde die Regulierungsbehörde die richtigen Weichenstellungen vornehmen.