Deutsche Website des Tech-Magazins Condé Nast stellt auch Wired.de ein
Wired.de am 7. Dezember 2018
Im Januar wurde das Aus für das gedruckte deutschsprachige "Wired"-Magazin bekannt , nun macht auch die zugehörige Website dicht. Die Redaktion habe zwar gezeigt, dass Wired.de auch als Digitalmarke Potenzial habe. Dennoch sei die Entscheidung gegen die Fortführung und für eine "stringentere zentrale strategische Ausrichtung" gefallen, teilte der Condé Nast Verlag am Freitag mit. Wired.de werde zum Ende des Jahres den Redaktionsbetrieb in Deutschland einstellen.
"Das dreiköpfige Redaktionsteam von Wired.de wird sich kommende Woche mit einem Themenspecial rund um Technologie-Prognosen für das Jahr 2029 bei den deutschen Lesern verabschieden", schreibt Condé Nast. Redaktionsleiter Wolfgang Kerler verlasse den Verlag 2019, um sich neuen Herausforderungen zu widmen, die Redaktionsmitglieder würden "eine neue Aufgabe in der Condé Nast Manufaktur" übernehmen.
Die Redaktion selbst machte auf Twitter auf das bevorstehende Ende ihrer Arbeit aufmerksam, sie sprach von einer "sehr traurigen Nachricht". Condé Nast wolle seine Aktivitäten in Deutschland "auf globale Luxus- und Lifestyle-Medien-Marken" fokussieren, heißt es. Mit Wired.de sei noch vor Weihnachten Schluss.
Seit 2011 in Deutschland
Im Januar hatte eine Verlagssprecherin noch angekündigt, Wired.de solle das zentrale redaktionelle Angebot bleiben, neben einzelnen Publikationen mit verschiedenen Themenschwerpunkten.
Das "Wired"-Magazin war in Deutschland zuvor vier Mal im Jahr erschienen, die erste deutsche Ausgabe kam 2011 auf den Markt. Schwerpunkt von "Wired" sind Themen wie neue Technologien, Wissenschaft, Design und Digitalkultur. In den USA erscheint das Heft, zu dem mit Wired.com eine populäre englischsprachige Website existiert, seit 1993.