WLAN selbst einrichten: So geht's - DER SPIEGEL
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Buchauszug aus "Hack's selbst" So richtet man sich ein sicheres WLAN ein

Wie sichert man seinen Internetzugang? Fragen wie diese beantwortet das Buch "Hack's selbst" von Chris Köver und Sonja Eismann. Es wappnet Mädchen für einen mündigen Umgang mit dem Netz. Ein Auszug.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hinweis: Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch "Hack's selbst ". Das Buch richtet sich explizit an Mädchen und will sie fit machen für die digitale Welt. Die Tipps sind aber auch für alle anderen Leser nützlich.

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Chris Köver, Sonja Eismann:
Hack's selbst!

Digitales Do it yourself für Mädchen.

Mit Illustrationen von Daniela Burger.

Beltz & Gelberg; 144 Seiten; 16,96 Euro.

Buch bei Amazon: Hack's selbst! 

Über ein WLAN kannst du kabellos im Netz surfen oder Geräte miteinander verbinden. Allerdings musst du diese drahtlosen Funknetzwerke auch vor Eindringlingen schützen - denn du willst nicht, dass andere deine Daten abfangen und über deinen Internetanschluss Quatsch machen, für den du verantwortlich gemacht wirst. So machst du dein WLAN in wenigen Schritten einbruchsicher:

Jedes WLAN trägt einen Namen, die sogenannten ESSID ("Extended Service Set Identifier"). Die meisten WLAN-Basisstationen kommen mit einem voreingestellten Namen. Diesen solltest du besser ändern - allein schon, damit du oder deine Geräte dein eigenes Netzwerk nicht mit dem deiner Nachbarn verwechseln. Wenn du willst, kannst du den Namen deines Netzes zu einer extra dafür eingerichteten Email-Adresse ändern, zum Beispiel ninas-wlan(at)web.de. Dann können Nachbarn dich kontaktieren und ihr könnt eure Funkkanäle miteinander abstimmen, um Funkstörungen zu vermeiden.

Wo stellst du das alles ein? Die meisten Basisstationen verwaltest du über eine Administrationswebseite, die du in einem Browser öffnest. Das kannst du dir wie eine Webseite vorstellen, die nur in deinem lokalen Netz funktioniert. Wenn du das WLAN zum ersten Mal anschaltest, steckst du deinen Rechner und die Basisstation über ein Netzwerkkabel zusammen. Adresse und ein vorkonfiguriertes Passwort für die Administrationsseite findest du in dem Brief, den dein Netzanbieter mit dem Gerät mitgeschickt hat. Gib die Adresse in den Browser ein, dann den Nutzernamen und das Passwort - und du bist drin!

Passwort regelmäßig ändern

Auf der Administrationsseite kannst du jetzt den Namen und alle anderen Einstellungen für dein WLAN anpassen. In jedem Fall solltest du das voreingestellte Passwort ändern (Achtung: Das Passwort für diese Administrationsseite ist nicht das gleiche wie das Passwort für dein WLAN, lass dich davon nicht verwirren).

Denk dir ein möglichst starkes Passwort aus. Später solltest du dieses Passwort in regelmäßigen Abständen ändern, um das Risiko eines Einbruchs zu minimieren. Und verwahre dein Passwort sicher - in deinem Kopf oder einem digitalen Schlüsselbund. Du willst dich nicht aus deiner eigenen Basisstation aussperren!

Eine Gästeliste fürs eigene WLAN

Damit hast du die Basics, es geht aber natürlich immer noch sicherer. Du kannst dein WLAN zum Beispiel mit einer Verschlüsselung gegen ungewollte Eindringlinge sichern. Der aktuell sicherste Standard dafür ist WPA2 (die Abkürzung WPA steht für "Wi-Fi Protected Access").

Bietet dein Gerät WPA2 an (bei neueren Geräten ist das eigentlich Standard): super. Wenn nicht, kannst du den nächstbesseren Standard WPA verwenden - den kann man selbst bei ganz alten Kisten als Software-Update nachrüsten. Mit der Verschlüsselung machst du den ungewollten Zugang zu deinem WLAN schon mal wesentlich schwerer - denn wer mitsurfen will, muss erst den Schlüssel knacken, und das ist bei WPA2 sehr schwer.

Viele Basisstationen bieten dir die Option an, dein Netzwerk "unsichtbar" zu machen, das heißt, dass der Name deines WLAN nicht automatisch für die Geräte in der Umgebung sichtbar ist. Das wird Eindringlinge aber nicht abhalten, denn Profis können auch solche "versteckten" Netze sichtbar machen. Lass dein Netz also ruhig sichtbar - so lange du es mit WPA2 verschlüsselst und mit einem starken Passwort sicherst, hast du wenig zu befürchten.

Anmerkung der Buchautorin: Eine frühere Fassung dieser Anleitung empfahl, das automatische Senden der ESSID, also des WLAN-Namens, zu unterdrücken. Dieser Hinweis ist kontraproduktiv, denn auch versteckte Netze können leicht sichtbar gemacht werden und stellen womöglich sogar ein höheres Sicherheitsrisiko dar. Ebenso wenig schützt ein MAC-Filter effektiv gegen Eindringlinge. Die entsprechenden Passagen wurden geändert. Vielen Dank für alle entsprechenden Hinweise.