Wolfram Language: Neue Online-Bilderkennung ausprobiert - DER SPIEGEL
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Bilderkennung von Wolfram Language Wo die Smartwatch zum Promilletester wird

Ist das nun eine Uhr oder ein Smartphone? Oder doch ein Promilletester? Die Macher des Internetdienstes Wolfram Alpha bieten jetzt auch eine automatische Bilderkennung an. Wir haben sie mit ein paar Motiven getestet.
Apple Watch: Die Online-Bilderkennung hält die Smartwatch für einen Promilletester - zumindest, wenn man genau dieses Motiv hier hochlädt
Apple Watch: Die Online-Bilderkennung hält die Smartwatch für einen Promilletester - zumindest, wenn man genau dieses Motiv hier hochlädt

Apple Watch: Die Online-Bilderkennung hält die Smartwatch für einen Promilletester - zumindest, wenn man genau dieses Motiv hier hochlädt

Foto: Robert Galbraith / REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie haben ein Foto und keine Ahnung, was darauf zu sehen ist? In solchen Situationen könnte künftig das Image Identification Project helfen, ein neues Angebot der Macher von Wolfram Alpha . Auf der Website des Projekts  muss der Suchende nur ein Foto seiner Wahl hochladen, danach soll eine computergestützte Analyse eine möglichst genaue Interpretation des Motivs liefern.

Die Erkennungssoftware musste dafür sozusagen trainiert werden. Erfinder Stephen Wolfram schrieb am Mittwoch zur Vorstellung des neuen Angebots, es seien "ein paar zig Millionen" Fotos eingelesen worden. Das sei mit der Menge an verschiedenen Motiven vergleichbar, die ein Mensch in seinem ersten Lebensjahren zu Gesicht bekomme .

Was ihn an seinem System besonders fasziniere, sei die Art der Fehler, die die Bilderkennung produzieren würde, so Wolfram. Die Fehler seien auf verblüffende Weise menschlich. So sei etwa ein Gecko als "Nachteidechse" identifiziert worden. Und ein Motiv mit zwei Bechern Eiscreme wurde als "gefrorener Jogurt" eingeordnet.

Praktisch könnte das System zum Beispiel dabei helfen, große Fotosammlungen zu kategorisieren und nach bestimmten Themen zu ordnen. Und auch für Entwickler tun sich neue Möglichkeiten auf, wenn sie diese Bilderkennung in ihre Apps einfügen würden, urteilt das Tech-Magazin "The Verge" .

Einige Beispiele aus der Praxis

Wir haben die Bilderkennung mit einigen Fotos aus der Foto-Datenbank von SPIEGEL ONLINE ausprobiert:

Foto: Henning Kaiser/ dpa

Ein Smartphone, auf dem das Spiel "Candy Crush" läuft, wird als "Fernbedienung" eingeordnet .


Foto: Stephen Pond/ Getty Images

Der Eurofighter wird zum "internen Laufwerk" .


Sarkomzellen unter dem Elektronenmikroskop hält die Software für "Schalentiere" .

Foto: Robert Galbraith / REUTERS


Zu diesem Bild von der Apple-Watch-Präsentation liefert das Programm das gar nicht so entfernte Stichwort "Promilletester ".

Foto: BERTRAND LANGLOIS/ AFP


Die Schauspielerin Isabella Rossellini wird als "Person" erkannt .


Foto: Rogelio V. Solis/AP/dpa

Auch Blues-Legende B.B. King ist schlicht eine "Person" .


Foto: Jeff Daly / Nintendo / Invision

Bei Mario und Luigi in Maskottchen-Form erkennt Wolfram Language "Boxhandschuhe" .


Foto: David Ebener/ dpa

Dieses Symbolbild zeigt zwei Stecker eines Ethernet-Kabels. Das Motiv erinnert aber tatsächlich an ein "Saiteninstrument". 

Foto: Ingo Wagner/ dpa


Und zuletzt noch ein richtiger Tipp: "Grauer Wolf " heißt es zu dieser Aufnahme.

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