Start-up Blink Yahoo kauft Kurznachrichtendienst
Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Nicht ins Hintertreffen geraten
Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERSBangalore - Yahoo-Chefin Marissa Mayer setzt ihre Einkaufstour fort: Die erst vor einem Jahr gegründete Firma Blink gab am Mittwoch ihre Übernahme durch den Internetriesen bekannt. Das Start-up bietet eine Handy-App, die es ermöglicht, eine Mitteilung nach einer vom Sender programmierten Zeit zu löschen. Kaufpreis und andere Details wurden nicht genannt. Von Yahoo war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Messaging-Anbieter werden für die großen Internetkonzerne immer interessanter. Denn die Dienste für Smartphones und Tablets versprechen neue Nutzer und mitunter erhebliche zusätzliche Einnahmen. Der einstige Branchenpionier Yahoo versucht auf diesem Weg, gegenüber Rivalen wie Google nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.
Der Blink-Rivale Snapchat hatte Ende vergangenen Jahres eine drei Milliarden Dollar schwere Offerte von Facebook erhalten, diese aber ausgeschlagen. Snapchat ermöglicht Nutzern, Fotos zu schicken, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Dieses Versprechen ist aus Sicht von US-Wettbewerbshütern allerdings irreführend. Den Streit mit den Behörden über diese Frage legte die Firma erst vor einigen Tagen bei.