Yahoo! Klicks gegen Knete
Yahoo! kommerzialisiert die Ergebnisse seiner Suchmaschine. Wenn Benutzer künftig auf der Seite Yahoo.com Suchbegriffe eingeben, erhalten sie auch Listen mit Anbietern, die dafür bezahlt haben, dass sie dort aufgeführt werden - ganz gleich wie genau der Suchbegriff auf sie zutrifft.
Yahoo! ging dafür eine Kooperation mit dem Unternehmen Overture ein, das die Ränge auf ihrer Suchseite schon seit längerem erfolgreich verkauft. Auch unter den anscheinend "objektiven" Suchdiensten ist Yahoo! nicht der Erste, der Kunden anbietet, für eine Verbesserung der Positionierung in Suchergebnissen zu zahlen. Zu den Kooperationspartnern von Overture gehören auch Altavista, AOL und MSN.
Yahoo! stellte klar, dass die bezahlten Treffer deutlich abgegrenzt von anderen relevanten Treffern dargestellt würden. Die Kooperation tritt am Donnerstag in Kraft und ist zunächst bis April befristet. Die Methode wird von Verbraucherschützern kritisiert. Die Kooperation von Yahoo! mit der Suchmaschine Google, die als eine der "objektivsten" am Markt gilt, ist den Angaben zufolge nicht betroffen.
Suche nach neuen Geschäftsfeldern
Bereits gestern war bekannt geworden, dass Yahoo! Deutschland seinen Kunden künftig auch die Registrierung von Internet-Adressen anbietet - der Einstieg in den Domain-Handel. Dazu gehört der übliche "Whois"-Service, durch den geprüft werden kann, ob eine Domain noch zu haben ist. Wenn ja, können Interessenten sowohl de-Adressen (zum Preis von zwölf Euro im Jahr) als auch die neuen info- oder biz-Domains (erstere kosten 39 Euro, letztere 45 Euro im Jahr) beantragen. Yahoo! übernimmt dann die Registrierung.
Der Zug ist clever, verbindet er doch geschickt verschiedene Geschäftsfelder und schafft zudem dringend nötige Umsätze. Genutzt werden können die neuen Adressen mit den kostenlosen Yahoo!-Angeboten, um eine eigene Homepage (maximal 15 Megabyte) einzurichten. E-Mail-Konten bei Yahoo! können auf die persönlichen Adressen weitergeleitet werden. Das Konzept scheint schlüssig: Alles in einer Hand.