Google-Konkurrenz Yandex präsentiert eigenen Browser
Yandex-Browser: Der russische Anbieter tritt mit einem Google-Browser gegen Google an
Hamburg - Google Chrome hat eine nützliche Funktion: Gibt man in die Adresszeile keine URL ein, sondern einen Suchbegriff, wird automatisch die Suchmaschine aufgerufen, standardmäßig ist die Google-Suche eingerichtet. Weil der schnelle und kostenlose Browser überaus populär ist und sich binnen kurzer Zeit neben Internet Explorer und Mozilla Firefox etablieren konnte, bedeutet das aber auch: Noch mehr Nutzer als ohnehin schon gelangen zu Google.
Die russische Suchmaschine Yandex hat deshalb nun einen eigenen Browser vorgestellt, der ebenfalls ein kombiniertes Adress- und Suchfeld am oberen Seitenrand hat. Gibt man hier Begriffe ein, wird man allerdings zur Yandex-Suche geleitet. Das Programm gibt es für Microsoft Windows und Apples Mac OS zum kostenlosen Download. Außerdem eingebaut ist ein Virenscanner von Kaspersky, der Nutzer vor Malware und schädlichen Downloads schützen sollen.
Yandex hat seinen Browser nicht von Grund auf neu programmiert, sondern greift auf die Vorarbeit von Google zurück. Große Teil des Chrome-Browser stehen als Open Source unter dem Namen Chromium bereit. Auf Basis von Chromium hat Yandex seinen Browser entwickelt - und will in einer kommenden Version außerdem Technik des norwegischen Browser-Herstellers Opera integrieren, um das Laden von Websites zu beschleunigen. Dabei wird die Website von einem Yandex-Server geladen und aufbereitet an den Browser weitergeschickt.
Auf Basis von Chromium existieren eine ganze Reihe neuer Browser, hier eine Übersucht von "Infoworld ".