Drohnen-Ballett: Fliegende Feigenblätter für Nackttänzer
Drohnen-Ballett Fliegende Feigenblätter für Nackttänzer
Schwanensee kann man hervorragend auch ohne Tutu tanzen - und auch ohne sonstiges Kostüm. Das zeigen eine Ballerina und ein Balletttänzer in einem Videoclip. Zu sehen bekommen die Zuschauer trotzdem nicht alles, dank fliegender Unterstützung.
"A kind drone" heißt das Video , übersetzt etwa "eine nette Drohne". Zu hören ist ein Remix aus Peter Tschaikowskis Ballettmusik "Schwanensee", zu sehen sind das Tänzerpaar und viel Haut, denn beide tanzen nackt. Dass bestimmte Körperstellen trotzdem verborgen bleiben, dafür sorgt technische Hilfe. Genauer, vier Quadrokopter.
An den Fluggeräten ist als Feigenblattersatz jeweils ein weißes Blatt Papier befestigt. Die Geräte fliegen während der Performance immer so, dass die Tabuzonen bei den Tänzern aus der Perspektive der Kamera verborgen bleiben. Lediglich von hinten sind die beiden zwischendurch splitternackt zu sehen.
Sinn und Zweck des Clips entpuppen sich erst am Ende: Dann kommt das Aufnahmeteam ins Bild, ebenfalls komplett nackt. Das Bild wird schwarz und es erscheint auf japanisch der Satz "Ich kaufe Kleidung". Danach zeigen die Drohnen nun bedruckte Papierbögen und es wird klar, dass das Ganze ein Werbespot für eine japanische Online-Modehandlung ist .
Das Video stammt schon vom Dezember 2014, wurde aber einer größeren Öffentlichkeit nicht bekannt, weil es seinerzeit nur im japanischen Fernsehen lief .
Seitdem der Clip allerdings bei YouTube hochgeladen worden ist, wurde er schon mehr als 700.000 Mal angesehen. Immerhin lässt die züchtige Bedeckung der Tänzer das Betrachten des Videos auch am Arbeitsplatz zu.
In den Kommentaren unter dem Clip gibt es überwiegend Lob für die Mensch-Maschinen-Darbietung. Zwei Fragen werden allerdings immer wieder gestellt: Warum müssen weibliche Brustwarzen verdeckt werden, die des Mannes aber nicht? Und warum trägt der Mann ausgerechnet schwarze Socken?