Angeklickt Überraschungsbesuch bei fremden Freunden
Screenshot aus dem Video: Besuch bei unbekannten "Freunden"
Foto: YouTubeTaugen alle unsere Facebook-Freunde wirklich zu Freunden? Der amerikanische Komiker Greg Benson macht die Probe aufs Exempel: Er besucht Social-Network-Kontakte, die er noch nie persönlich getroffen hat, spontan zu Hause. So will er feststellen, ob man überhaupt befreundet sein möchte.
Benson ist mit seiner Produktionsfirma Mediocre Films und lustigen Kurzfilmen auf YouTube bekannt geworden. Mal steht er vor einem Supermarkt und macht den Passanten wahllos Komplimente , mal tanzt er wild hinter dem Rücken von Leuten, ohne dass sie es bemerken, oder er spielt Streiche am Drive-Thru-Imbiss. Nicht immer löst sein Auftauchen Freude aus. In seinem neuesten Video allerdings sollte das eigentlich anders sein, schließlich besucht er Freunde - oder jedenfalls die, die Facebook Freunde nennt.
2207 Stück hat er, "zu viele", wie er im Film sagt. Deshalb will er aussortieren - und stattet solchen, die er noch nie getroffen hat, einen Besuch ab, um festzustellen, ob man weiter "befreundet" bleiben will. "Real Life Facebook" nennt er das.
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Sein erstes Opfer ist Brian. Benson erkundigt sich nach dem Urlaub des Fremden und lobt: "Das Foto vom Pier, das Du gemacht hast, war schön."
Dann spricht er in Richtung Kamera: "Wir sind Facebook-Freunde, also weiß ich vieles über diesen Typen." Plötzlich packt er ein gerahmtes Foto aus, eines der Bilder, die Brian auf Facebook gepostet hat. Er habe es bei sich zu Hause aufgestellt, sagt er, sein Gegenüber prustet los. "Das sind Dinge, die Du in die Welt gesetzt hast", kontert der Komiker.
Es läuft gut, die beiden verstehen sich offenbar und könnten tatsächlich Kumpel sein. Zusammen spielen sie Lego und nehmen einen Drink. Test bestanden: Brian bleibt auf Bensons Freundesliste.
Der zweite Besuch läuft schlechter: Der ungebetene Gast wird schon am Tor abgefangen, das Gesicht der Person ist im Clip unkenntlich gemacht. Benson stellt sich vor, sagt, was er will, nämlich die Facebook-Freundschaft verifizieren. Doch er wird unwirsch abgewiesen: "Ich kann Dich nicht reinlassen." Zack, ein Freund weniger auf Facebook.
Der dritte Besuch führt ihn in ein schlossähnliches Anwesen eines Models, Benson hat Blumen dabei und fängt an zu reden, als würden sie sich ewig kennen. Das scheint so gut zu funktionieren, dass ihn die Gastgeberin wider Willen sogar in ihren Pool springen lässt.
Ein ähnliches Experiment hat Benson vor Jahren in einem anderen Video schon einmal gemacht: Damals hat er sein High-School-Jahrbuch aus dem Jahr 1986 durchstöbert und daraufhin seine alten Klassenkameraden unangekündigt aufgesucht. Schließlich hätten sie doch damals Dinge ins Buch geschrieben wie "Lass uns in Kontakt bleiben" oder "Ich hoffe, man sieht sich mal wieder".