Zahlungssystem Coins: Amazon startet virtuelle Währung - DER SPIEGEL
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Zahlungssystem Coins Amazon startet virtuelle Währung

Außer mit Dollar können Kunden in Amazons amerikanischem App Store künftig mit Coins bezahlen. Wer die virtuelle Währung nutzt, kann bei Software-Käufen bis zu zehn Prozent sparen. US-Kunden mit Kindle Fire umwirbt Amazon mit einem kleinen Startguthaben.
Amazon-Website: Virtuelle Währung für US-Kunden
Amazon-Website: Virtuelle Währung für US-Kunden

Amazon-Website: Virtuelle Währung für US-Kunden

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Seit Montag darf bei Amazon.com außer mit Dollar auch mit Coins gezahlt werden, im hauseigenen App Store sowie über den Kindle Fire. Mit der neuen virtuellen Währung lassen sich Apps, Spiele sowie Angebote innerhalb einer App erwerben . Hundert Coins haben dabei einen Gegenwert von einem Dollar. US-Kunden, die einen Kindle Fire besitzen, hat Amazon zum Start des Zahlungssystems 500 Coins geschenkt, umgerechnet knapp 3,85 Euro.

Für Software-Entwickler sei das System eine weitere Möglichkeit, um die Reichweite und die Download-Zahlen zu steigern, schreibt der Onlinehändler in einer Pressemitteilung . Die Entwickler erhalten demzufolge wie bislang 70 Prozent der Verkaufserlöse, 30 Prozent gehen an Amazon.

Den Kunden wiederum will Amazon die Bezahloption mit Rabatten schmackhaft machen. 10.000 Coins etwa kosten derzeit 90 Dollar: Löst man dieses Guthaben komplett ein, spart man zehn Prozent gegenüber der regulären Bezahlung. Bei kleineren Währungswechseln ist der Rabatt geringer: Für 4,80 Dollar bekommen Kunden 500 Coins.

Langfristig könnte Amazon sein neues Zahlungssystem möglicherweise auch außerhalb des App Store anbieten. "Wir werden weiterhin neue Wege hinzufügen, um Coins zu erwerben und auszugeben, für eine breitere Palette von Inhalten und Aktivitäten", zitiert die Pressemitteilung Mike George, der den Bereich Apps und Spiele mitverantwortet.

Nicht die erste Kunstwährung

Vor Amazon haben schon andere US-Unternehmen mit virtuellen Währungen experimentiert: Bei Facebook etwa hieß eine den Amazon Coins ähnelnde Währung Credits . Microsoft verkauft sogenannte Points , die sich auf dem Xbox-Live-Marktplatz beispielsweise gegen neue Spiele einlösen lassen.

Bei den Kunden sind die Kunstwährungen nicht immer beliebt, bei Microsofts Währung etwa wurde häufig der wenig eingängige Umrechnungskurs kritisiert. Aus Kundensicht ein weiteres Ärgernis: Bei vielen Anbietern ist es schwierig, sein Guthaben komplett aufzubrauchen - oft bleibt ein Restbetrag auf dem Konto.

Der bekannte Tech-Blogger Danny Sullivan kommentierte sein Coins-Guthaben mit dem Tweet : "Amazon hat mir gerade gemailt, dass ich 500 Amazon Coins habe, die fünf Dollar wert sind. Lieber hätte ich einfach die fünf Dollar."

mbö

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