11. September Gedenkfeiern rund um den Globus
Sydney/Wellington - In Sydney und Wellington wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Die Menschen legten an zahlreichen Gedenkstätten Kränze für die Opfer der Anschläge in New York, Washington und Pennsylvania nieder.
In der Innenstadt von Sydney wurde eine Gedenkstätte errichtet. Ein Ring aus Kerzen umgab die australische und die amerikanische Flagge, zwei größere Kerzen standen als Symbol für die zerstörten Türme des World Trade Center in New York. In Surfers Paradise, einem Ferienort 900 Kilometer nördlich von Sydney, wollten Feuerwehrleute und Rettungsärzte am Strand mit ihren Körpern eine amerikanische Flagge bilden. "Es ist eine geheiligte Zeit und es ist Teil eines weltweiten Bandes, dass die Feuerwehrleute miteinander verbindet, und wir werden uns an sie erinnern", sagte ein Sprecher der Feuerwehr von Queensland, Barry Brazel.
In Neuseeland pflanzten Ministerpräsidentin Helen Clark und US-Botschafter Charles Swindells zwei Bäume auf dem Botschaftsgelände, um an die Opfer des 11. Septembers zu erinnern. "Dieser Tag hat sich für immer in unsere Erinnerung eingeprägt", sagte Clark. "Die Welt wird die Tragödie niemals vergessen." In Auckland wehte auf der Harbour Bridge die US-Flagge auf Halbmast. Christen und Muslime bildeten eine Menschenkette, die ihre benachbarten Gemeinden verband. Die neuseeländische Börse eröffnete in Gedenken an die getöteten Banker im World Trade Center zwei Stunden später als üblich.
Auch andere Börsen rund um den Globus werden für Schweigeminuten innehalten. Wissenschaftler in einer abgelegenen Forschungseinrichtung in der Antarktis spielten anlässlich des Jahrestags der Terroranschläge Mozarts "Requiem".
Anruf aus Moskau
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem amerikanischen Amtskollegen George W. Bush zum Jahrestag der Terroranschläge auf New York und Washington sein Beileid ausgedrückt. "Ich wollte gerade heute mit dir sprechen", sagte Putin bei einem Telefongespräch in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben des Kreml. Das russische Volk stehe in der Trauer an der Seite des amerikanischen Volkes.
Bush dankte den Angaben nach für die Beileidsbekundung. Er erinnerte daran, dass Putin auch direkt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als erster ausländischer Staatschef angerufen und seinen Beistand zugesagt habe.