11. September Stressbekämpfung durch Drogen
New York - Laut einer Studie der New York Academy of Medicine, die am Dienstag im "American Journal of Epidemiology" veröffentlicht wurde, gaben von den rund tausend Befragten rund ein Drittel an, mehr Alkohol, Nikotin oder Marihuana zu konsumieren. Am stärksten nahm der Alkoholkonsum zu. Nahezu 25 Prozent der Befragten erklärten in der Zeit zwischen dem 16. Oktober bis 15. November, sie würden stärker trinken als vor den Terroranschlägen. Zehn Prozent der nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bewohner Manhattans gaben an, deutlich mehr zu rauchen als früher - bis hin zu einer Schachtel Zigaretten am Tag zusätzlich. Und 3,2 Prozent sagten, sie würden öfter als sonst Marihuana inhalieren.
Die Studie des Forscherteams habe gezeigt, dass Menschen mit Suchtproblemen stärker unter posttraumatischen Erscheinungen und Depressionen litten. Zu ähnlichen Ergebnissen waren im Dezember bereits Wissenschaftler der New Yorker Columbia University bei einer Umfrage in 13 US-Bundesstaaten gekommen. Sie berichteten, dass Menschen, die schon vor dem 11. September mit Suchtproblemen gerungen hatten, diese aber unter Kontrolle gebracht hätten, vermehrt rückfällig geworden seien.