11. September: Terror-Prozess nicht live im TV - DER SPIEGEL
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11. September Terror-Prozess nicht live im TV

Er ist der erste, mutmaßliche Bin-Laden-Komplize, der in den USA vor Gericht gestellt wird - und er selbst wollte, dass Kameras dabei sind. Eine Richterin beschloss nun, dass der Prozess gegen den "20. Mann" Zacarias Moussaoui nicht im Fernsehen zu sehen sein wird.
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Washington - Moussaoui, der als "20. Terrorist" an den Anschlägen des 11. September beteiligt gewesen sein soll, hatte die Übertragung befürwortet, die vom Kabelsender Court-TV beantragt worden war. Der Angeklagte sah darin einen Weg, einen fairen Prozess zu bekommen.

Die Richterin aus Alexandria meinte dagegen, dass eine weltweite Übertragung bedeutende Gefahren mit sich bringen und Zeugen einschüchtern könne. Gegen die Verfassung verstoße ein Übertragungsverbot nicht.

Der Franko-Marokkaner ist der erste mutmaßliche Terrorist, der in den USA in Zusammenhang mit den Anschlägen angeklagt wurde. Seine Anwälte haben für ihn auf "nicht schuldig" plädiert. Er muss sich in sechs Punkten wegen gemeinschaftlicher Verschwörung mit dem Terroristenführer Osama Bin Laden zum Mord an Tausenden von Menschen verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Die Jury-Auswahl soll im September, die Hauptverhandlung am 14. Oktober beginnen.