24 Verletzte: Pariser Metro springt aus den Schienen - DER SPIEGEL
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24 Verletzte Pariser Metro springt aus den Schienen

In Paris sind 24 Menschen bei einem U-Bahn-Unfall verletzt worden. Der erste Waggon eines Zuges der Metrolinie 12 sprang nahe dem Stadtviertel Montmartre aus den Gleisen und stürzte auf die Seite.
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Paris - Das Unglück ereignete sich um 13.23 Uhr in der Station Notre-Dame-de-Lorette. Die Verletzten wurden zunächst in einer sofort eingerichteten Erste-Hilfe-Station im Bahnhof versorgt. Offenbar schwebe niemand in Lebensgefahr, berichtete ein Feuerwehrsprecher. 170 Einsatzkräfte rückten mit 40 Wagen zum Unfallort im 9. Arrondissement.

Den Unfallhergang beschriebt ein Fahrgast so: "Der Zug fuhr in die Station ein und kippte plötzlich um. Dann fiel das Licht im gesamten Bahnhof aus." Blutverschmierte Menschen seien durch die Fenster aus der Metro gekrochen. Eine andere Augenzeugin berichtete: "Nach dem Unfall entstand panische Angst, auch weil es in der Station nur einen Ausgang gibt."

Der technische Leiter der Betreibergesellschaft RATP, Alain Caire, schloss aus, dass die Metro zu schnell gefahren sei. Wahrscheinlich handele es sich um ein technisches Problem. Der neue französische Innenminister, Daniel Vaillant, fuhr sofort an den Unglücksort.

Die Pariser Metro hat vor einigen Wochen ihren 100. Geburtstag gefeiert. Täglich wird die U-Bahn von 4,5 Millionen Passagieren genutzt. Das Schienennetz ist 211 Kilometer lang, es gibt rund 300 Stationen.