44 Grad: Rekordhitze in Südosteuropa - DER SPIEGEL
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44 Grad Rekordhitze in Südosteuropa

Während der Sommer in Deutschland weiter auf sich warten lässt, stöhnt Südosteuropa über eine Rekordhitze. Rumänien verzeichnete mit 44 Grad die höchsten Temperaturen seit hundert Jahren. Viele Menschen kamen durch das Extrem-Wetter bereits ums Leben.
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Hamburg - In Griechenland starben zwei Menschen an Hitzeschlägen. Dort stöhnten die Menschen unter Rekordwerten bis 43 Grad. 17 Personen wurden nach amtlichen Angaben mit Hitzschlägen in Krankenhäuser gebracht. In Athen zeigte das Thermometer bereits um 9 Uhr morgens 38 Grad. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in den Häusern zu bleiben. Da die Luftfeuchtigkeit nur 19 Prozent betrage, fühlten sich viele Menschen aber kaum unwohl. Nach Angaben des Nachrichtensenders ALPHA in Athen handelt es sich bei den Todesopfern um einen 59-jährigen Mann und eine 56-jährige Frau, die in der Stadt Ioannina im Nordwesten des Landes starben.

In Rumänien starben bereits neun Menschen wegen der drückenden Temperaturen, zwei von ihnen waren herzkrank. Bei Giurgiu an der Grenze zu Bulgarien wurden 44 Grad gemessen. Es handelt sich nach Angaben des Meteorologischen Instituts in Bukarest um die höchste Temperatur seit 1884, dem Beginn der offiziellen Wetterbeobachtungen. Das Trinkwasser wurde rationiert. Das Rote Kreuz verteilte auf den Straßen Mineralwasser. Im Südwesten des Landes wurde mit 41 Grad der höchste Wert seit 1916 gemessen. Wegen anhaltender Dürre brachen mindestens 60 Großbrände aus, meldete der Rundfunk.

Auch in Bulgarien war es am Mittwoch mit bis zu 43 Grad so heiß wie seit hundert Jahren nicht mehr. Da Gleise in der Hitze weich wurden, mussten Züge langsamer fahren. Autobahnen und Landstraßen wurden für schwere Lastwagen über 20 Tonnen gesperrt. Fünf Menschen starben an den Folgen der Hitze ges.

Kontrast in Mitteleuropa: Durch heftige Unwetter stürzten in Österreich, der Schweiz und in Frankreich Bäume um und verletzten Menschen. In Österreich waren die Hagelkörner zum Teil so groß wie Hühnereier. In Großbritannien entgleiste nahe der westenglischen Stadt Bristol ein Hochgeschwindigkeitszug mit etwa 200 Passagieren. Alle Insassen konnten aber in Sicherheit gebracht werden. Die Lokomotive war gegen herabgerutschte Erdmassen gestoßen.