A63 bei Mainz: Gaffer behindern Rettungskräfte - DER SPIEGEL
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Tödlicher Unfall auf A63 Gaffer behindern Rettungskräfte

Eine blockierte Rettungsgasse und ein besonders dreister Gaffer auf der Gegenfahrbahn: Auf der A63 in Rheinland-Pfalz hatten die Einsatzkräfte große Probleme, zu einer Unfallstelle zu gelangen.
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Gaffer haben erneut Rettungskräfte bei einem Notfall auf der Autobahn behindert. Nach einem Unfall auf der A63 bei Mainz bremste ein schaulustiger Autofahrer seinen Wagen sogar bis zum Stillstand ab, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer müsse mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Auf der Gegenfahrbahn hatte ein 56 Jahre alter Mann ersten Erkenntnissen zufolge einen Herzinfarkt erlitten. Sein Wagen war an die Mittelleitplanke geprallt und auf der linken Fahrbahn stehen geblieben.

Helfer befreiten den Fahrer aus dem Auto und begannen sofort mit der Wiederbelebung. Der 56-Jährige starb später im Krankenhaus.

"Die Einsatzkräfte hatten große Probleme, an die Unfallstelle zu gelangen, da die Rettungsgasse stellenweise durch Verkehrsteilnehmer komplett blockiert wurde", teilte die Polizei mit.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Bundesrat eine Verordnung der Regierung gebilligt. Demnach müssen Autofahrer, die Einsatzwagen von Rettungskräften und Polizei behindern, künftig höhere Geldbußen zahlen. Wer bei stockendem Verkehr etwa auf Autobahnen keine Rettungsgasse für Helfer bildet, muss mindestens 200 Euro zahlen. Bisher betrug das Bußgeld lediglich 20 Euro. Im schwersten Fall werden bis zu 320 Euro fällig, verbunden mit einem Monat Fahrverbot.

Anlass für die Neuregelung waren häufige Beschwerden von Rettungskräften, die bei der Anfahrt zu Unfallstellen durch Gaffer und unaufmerksame Autofahrer aufgehalten wurden.

wit/dpa