Abmahnung "Süddeutsche" stoppt "Welt"-Werbung
München - Die Werbeaktion der "Welt" für ihren neuen Bayern-Teil hat ein juristisches Nachspiel. Die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") habe beim Landgericht München eine Abmahnung gegen den Axel Springer Verlag erwirkt, teilte der Sprecher des Süddeutschen Verlags, Sönke Graumann, mit. Eine Abmahnung ist eine Aufforderung, ein bestimmtes Handeln zu unterlassen. Falls dagegen verstoßen wird, droht eine Strafe.
Auf den in U-Bahn-Stationen hängenden Plakaten stand in weißer Schrift auf blauem Grund in Großbuchstaben: "Die moderne Süddeutsche Zeitung ist die Welt." Nach Angaben Graumanns verstößt der Axel Springer Verlag, in dem die in Berlin herausgegebene "Welt" erscheint, gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
"Wir sind modern genug", meinte Graumann vom Süddeutschen Verlag. Springer-Sprecherin Edda Fels bestätigte die Abmahnung. "Wir prüfen, wie wir vorgehen", sagte sie. Eine Option sei, die Plakate abzunehmen, hieß es.
Die "Welt", einer der überregionalen Konkurrenten der "SZ", hatte ihren täglichen Bayern-Teil am 19. Februar gestartet. Umgekehrt hat die "Süddeutsche" längst eine Berlin-Seite.